AdventureCon2010Bericht
Aus SDNV
Wer nicht lesen will, kann auch Fotos angucken. Oder interessieren dich die Con News?
Freitag Ohne freien Tag kam ich um ca. 14 Uhr beim Bürgerhaus an. Zwischendurch kamen schon die Hilferufe: "Die Rettungsdecken reichen nicht, hast du noch welche?" und "Wir kommen erst um halb 6 in den Kerker ohne Drachen, wie sollen wir das alles schaffen?", aber durch unsere langjährige Erfahrung hat alles gut geklappt. Wir haben gefühlte 500 m² Rettungsdecken an die Wände gepinnt, Stühle und Tische geschleppt und verteilt, Geschirr und Besteck gewienert, dekoriert mit teilweise neuer Deko, teilweise in altem Stil, noch eben eine Kombiladung Getränke besorgt (und um den schönen, nahen Parkplatz geweint, den man dafür aufgab, nur um auf dem Rückweg einen noch besseren zu bekommen), wir haben die überpünktlichen RSCTler aus Tornesch um halb sechs nochmal der Tür verwiesen, weil eben diesmal noch nicht alles fertig war, aber pünktlich um 18 Uhr haben wir die Tore geöffnet zur 12. Adventure Convention.
Diese Convention war sehr erfolgreich. Schon am Freitag hatten wir das Haus voll. Kaum waren die Rollenspielrunden ausgehängt, haben sich Spieler gefunden, und die Spieltische wurden schnell besetzt. Auf dem Schlachtfeld wurde liebevoll das 3D-Dungeon aufgebaut und die ersten ConBecher für die Kaffee&Tee-Flatrate gingen über den Tresen. Wie immer kamen die Hot Dogs bei den Gästen gut an gegen den kleinen Hunger. Die Stimmung war in allen Räumen positiv. Diese Jahr hatten wir auch mal wieder Namensschilder, damit unsere Gäste wissen, mit wem von uns sie es zu tun haben.
Nachdem am Eingang etwas Ruhe eingekehrt war und wir ab 22 Uhr die Tür abschließen mussten, haben Julia und ich zur Abwechslung Mah Jongg gespielt, wogegen Pascal versuchte, in seinem Stochastik-Buch zu lesen.... (gähn).
Da ich am nächsten Tag die Frühschicht an der Kasse hatte, bin ich am Freitag gegen Mitternacht Richtung Bett gefahren. Unseren Übernachtungsgast musste ich dafür leider aus seiner Runde holen, aber der Bettschlaf war ihm wichtiger.
Samstag
Nach einem schnellen Frühstück zu Hause ging es dann inklusive Übernachtungsgast wieder zum Bürgerhaus. Die Nachtschichtler Julia und Pascal sahen mich aus recht kleinen Augen an und waren glücklich über Ablösung. Auch am Samstag hatte die Kassenschicht gut zu tun. Heute kamen die zahlreichen Teilnehmer der Siedler- und Dominion-Turniere. In der Küche der Elternschule, die wir dieses Jahr das erste Mal nutzen durften, haben Steffi und Sebastian gewirbelt. Steffi hat für das Wohl unserer Gäste in Form von zig frisch gebackener Kuchen gesorgt, Sebastian hat heute Nudeln mit einer Gemüse-Bologne vorbereitet, die mit Putenfiletstreifen aufgepeppt werden konnte.
Ich hatte am Samstag alles Mögliche zu tun, außer wie eigentlich geplant an der Kasse zu sitzen. Zunächst einmal waren die Getränke quasi alle. Also bin ich nochmal mit Alex los, Getränkenachschub holen. Als nächstes gingen die Vorräte an Kaffee, Tee und Milch zur Neige. Nochmal einkaufen. Gegen Mittag wurde der letzte ConBecher verkauft. Und es hatten noch nicht mal unsere Vereinsmitglieder alle einen abbekommen! Was machen wir nun? Kaffee-Flatrate ohne ConBecher, wir denken ja an unsere Gäste.
Mittags gab es dann das Nudelgericht, und Sebastian war nur noch mit Nachkochen beschäftigt. Die Kuchen, die Steffi für Sonntag geplant hatte, mussten schon am Samstag herhalten. Zitat: "Das sind keine Conbesucher, das sind Monster! Die fressen uns die Haare vom Kopf!" Also nochmal Kuchenbackmischungen kaufen, Fleisch nachbesorgen, weil das für das Curry am Sonntag nicht mehr reichen würde, und dann auch nochmal Klopapier beosrgen. Meine Füße brannten.
Zwischendurch kam Melanie vom Pegaus-Support-Team auf mich zu, ob sie noch Tische bekommen könnten. Die Leute von Asmodee würden ihnen drei Tische wegnehmen, und dann hätten sie nur noch zwei, Platz für weitere Tische wäre im Turmzimmer ja noch genug vorhanden. Ich antwortete unbedacht, ja klar, komm eben mal mit, und staunte nicht schlecht, als ich in das Lager blickte: Nicht ein einziger Tisch war mehr übrig. Ok, zur Not könnten wir die Tische aus der Elternschulküche nehmen, aber im Laufe der Zeit hatte sich das Tischproblem dann selbst gelöst.
Dank der Namensschilder wurde ich oft von Besuchern angesprochen, denen ich jederzeit bereitwillig geholfen habe, sofern es in meiner Macht stand. Wann die Leute von Green Abyss kommen, und wann man sich denn dann anmelden kann. Kaum überschritt Martin von Green Abyss die Schwelle und hat nach einer herzlichen Begrüßungsumarmung den Anmeldezettel ausgehängt, war jener Besucher angemeldet. Dann von Martin die Anfrage nach zwei bis drei Tischen. Gut, dass wir die Elternschulküche haben. Unbeschäftigtes Vereinsmitglied gesehen, komm, Stefan, anpacken, wir müssen Tische schleppen. Prompt kam die Frage: "Wieso schleppen wir jetzt Tische nach oben, wenn wir gestern die ganzen Tische runtergeschleppt haben?" Tja, wer kann schon hellsehen und sagen, dass wir am Samstag wirklich aus allen Nähten platzen? Samstag Nachmittag waren wir im Bürgerhaus ungefähr 250 Leute, vielleicht auch mehr. Wir hatten nicht einen einzigen freien Platz mehr.
Dieses Mal haben Eike und ich die Chance genutzt und abends mal kurz zwischendurch nach Hause gefahren. Steffi durfte sich eine Dusche gönnen, und ich habe einfach mal kurz die Beine hochgelegt.
Green Abyss haben sich auf das Cthulhu Live vorbereitet, worauf ich diesmal aufgrund meiner wehenden Füße von der vielen Hin-und-Her-Rennerei verzichtete. Ich hatte mich quasi schon vorangemeldet für eine Support-Runde Cthulhu Now bei Roach. Da die um 22 Uhr starten sollte, habe ich vorher lieber noch ein bisschen Luft geholt. Dass um kurz vor 22 Uhr schon alle Teilnehmer des Cthulhu Live tot waren, hatte ja auch keiner ahnen können.
Die Nachtrunde war klasse. Wir waren zwar nur drei Spieler, und Roach hatte bestimmt auch ein wenig mit Müdigkeit zu kämpfen, genau so wie ich, aber wir hatten unseren Spaß. Wir waren Hilfskräfte einer Detektei in Hamburg und sollten einen aus einem Privatzoo in Neumünster verschwundenen Affen suchen. Dieser Affe hatte anscheinend einen Wissenschaftler umgebracht und war wohl ausgerastet, als er einen Zeitungsartikel über einen französischen Bestsellerautor und dessen Familie sah, die nach Norderstedt zogen. Wir zogen unsere Schlüsse und waren dabei, die Familie des Autors zu schützen. Wir haben echt die Muffen bekommen, als wir in dem Haus der Familie saßen und dieses Affenvieh scheinbar unsichtbar nach unserem Leben trachtete. Aber, was soll ich sagen: Zum Schluss haben wir einfach drauflos geballert, und wir haben alle überlebt! Bis auf das Affenvieh..... Ich sag nur: "Kritisch getroffen!"
Um 4 Uhr schnell Richtung Zuhause, denn um 10 sollte der Wecker wieder gehen, da unser Übernachtungsgast um 11 Uhr am 3D-Dungeon teilnehmen wollte.
Sonntag
Um 10 kam Eike von der Nachtschicht nach Hause. Um 11 Uhr war ich wieder im Bürgerhaus. Ein typischer Con-Sonntag. Müde Gesichter, ein gewisser anderer Duft hing in der Luft, die Gäste freuten sich über die Frühstücksbrötchen, und es wurden so nach und nach ein paar Runden ausgehängt. Wie immer war am Sonntag deutlich weniger los. Dafür war es aber insgesamt entspannt. Um 12 Uhr gab es im Saal eine Runde Robo Rallye Live. Das Mittagessen in Form eines Currys kam bei den Gästen gut an, obwohl Sebastian bei der zweiten Ladung improvisieren musste. Am frühen Nachmittag gingen die letzten HotDogs über den Tresen, das Mittagessen wurde restlos verputzt. Unsere Getränke sind bis auf eine Flasche Apfelschorle unter die Gäste gekommen. Heute gab es dank Nachkauf nochmal frischen Kuchen, der ebenfalls nicht lange auf dem Tresen liegen blieb. Am Nachmittag hatten sich die Spieler so gut verteilt, dass in jedem Raum ein Tisch belegt war. Doch irgendwann geht auch der schönste Con zu Ende, und wir mussten die letzte Stunde einleiten. Aus dem Niemandsland wurden die Spieler gebeten, nach oben umzuziehen, weil wir die Elternschulräume immer ganz besonders gründlich aufräumen, damit die Kinder der Krabbelgruppen am Montag nicht irgendwelche unangenehmen Überbleibsel des Wochenendes finden. Und tatsächlich, dieses Jahr waren alle Spieler bis kurz vor 18 Uhr fertig und verabschiedeten sich.
Mit vereinten Kräften, und selbst am Sonntag zum Abbau waren wir noch genügend helfende Hände, waren wir kurz vor 20 Uhr fertig und schlossen das Bürgerhaus hinter uns ab. Müde, kaputt, groggy, aber wissend, einen großartigen Con veranstaltet zu haben.
Fazit
Die diesjährige Convention war rundum eine schöne Veranstaltung. Die Stimmung war gut, es gab keine Zwischenfälle oder Streitigkeiten, wir hatten keine gelangweilten Spieler oder Gäste ohne Zeitvertreib, das Angebot der Verpflegung hat unsere Gäste mehr als zufrieden gestellt, wir haben unsere Sache also gut gemacht.
Und nächstes Jahr verbessern wir wieder etwas, lasst euch überraschen!
Eure Miriam

