Buchkritik:Star Wars Romane

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Am Anfang war ein Film- und schon gab es ein Buch dazu. Es folgten zwei weitere Filme - und schon gab es neun Romane: zwei Bücher zum Film, ein Roman zwischen der 4. und 5. Episode und je drei Roman zu Han Solo und Lando Calrissian. Dann folgte lange Zeit ein tiefes Schweigen und dann kam Timothy Zahn mit drei Roman, die einschlugen wie eine Bombe. Als erster Autor hatte er erkannt, dass das Universum sich auch nach der Schlacht von Endor weiterdreht. Hinzukam, dass er auch noch ein wirklich guter Autor ist. Und schon wollten sich alle eine goldene Nase dabei verdienen. Die StarWars-Roman wurden nur so auf den Markt geschmissen ohne Rücksicht auf Qualität oder Stimmigkeit. Einige davon sind gut, einige wenige sogar sehr gut. Viele sind Geschmackssache aber einige sind auch einfach nur wirklich schlecht. Hier ist also mal ein Abriss über einen Teil der erschienen Romane in ungefähr chronologischer Reihenfolge ihrer Handlungen im StarWars-Universum! Für alle die es ganz genau wissen wollen: Es gibt ein Buch von Kevin J. Anderson: StarWars - Die ultimative Chronik!

Inhaltsverzeichnis

Die Padawan-Saga

Diese inzwischen 16 Bände umfassende Saga spielt natürlich vor dem Aufstieg des Imperiums kurz vor Episode I und befasst sich mit den Padawan d.h. dem Schüler und seinem Jedi-Meister. Sie beginnt mit Qui Gon Jin und seinem Lehrling Obi-Wan wie sie unterwegs sind um dunkle Jedi zu bekämpfen und für "für das Gute" zu streiten. So beschäftig sich z.B. der Roman "Der Tempel der Jedi" mit der Suche nach einem Saboteur innerhalb des Haupttempels der Jedi auf Coruscant, der die Schüler in lebensbedrohliche Situationen bringt. Obi-Wan festigt in diesem Buch seinen Glauben in die Macht und stellt seine Zuneigung zu einer Frau zurück. Im Ganzen ist der Roman zwar spannend und flüssig zu lesen, aber als Einzelbuch nicht zu empfehlen. Es fehlen die Informationen was in den vorherigen Romanen passiert ist.

Die Han Solo-Trilogie (2000)

In diesen drei Bänden ("Der Pilot" (1), "Der Gejagte"(2) und "Der König der Schmuggler" (3)) wird der Lebensweg von Han Solo beschrieben angefangen von Flucht vor seinem Ziehvater im Alter von 19 Jahren bis hin zu dem Moment in dem er zu einem alten Mann und einem Bengel in eine Nische tritt. Der erste Roman beginnt mit einer wilden Flucht vor dem Mann der ihn in den Gossen von Corellia aufgesammelt hat und ihn in einer Diebesfamilie großgezogen und ausgebeutet hat. Dabei wird in Rückblenden seine Kindheit geschildert. Er heuert als Pilot auf einem Planeten an, wo Hutts Pilger unter Drogen setzen und sie für sich schuften lassen um illegale Gewürze zu bearbeiten. Han verliebt sich in eine Pilgerin, Bria Thalen und befreit sie, nicht ohne gewaltigen Schaden in der Gewürzfabrik anzurichten. Bria besorgt ihm das Geld um in die Imperiale Akademie eintreten zu können, verlässt ihn aber um ihm bei seiner Karriere nicht im Weg zu. Der zweite Band beginnt mit Hans Rauswurf aus der Akademie, weil er Chewie gerettet hat. Sie beginnen für die Hutts zu fliegen und richtig ins Schmuggelgeschäft einzusteigen. Bald werden sie zu Jabbas besten Piloten. Zum ersten Mal wird Boba Fett auf Han angesetzt. Lando rettet ihn jedoch weil er jemanden braucht der ihm zeigt wie man die Millennium Falcon fliegt (erstes Erscheinen des Schiffes!) Han hat mehrere kleine Affären, kann Bria aber nie ganz vergessen, nennt sogar sein erstes Schiff nach ihr. Bria beginnt inzwischen mit die Rebellion aufzubauen, sehnt sich aber noch nach Han. Der Roman endet mit einer furiosen Kampf der Schmuggler für ihren Planeten gegen eine imperiale Streitmacht. Der dritte Roman beschäftigt sich hauptsächlich mit den Machenschaften der Hutts und Brias Engagement in der Rebellion. Han gewinnt die "Falcon" und bringt Chewie nach Kashyyyk, welcher sich dort verliebt. Nach einigen Schmuggeltouren ( hier spielen die Triologie von Brian Daley, s.u.) begegnet er Bria wieder und hilft ihr im Kampf gegen das Imperium bis zum bitteren Ende. Im ganzen sind die Bücher herrlich zu lesen. Spannend bis in die Zehennägel obwohl man weiß, dass Han und die anderen überleben. Ann C. Crispin hat sich alle Mühe gegeben die Geschichte perfekt in das StarWars-Universum einzupassen und Han Solos Charakter stimmig wiederzugeben. Auch die Gesellschaft der Hutts und die Anfänge der Rebellion machen die Bücher interessant, besonders weil man immer wieder bekannten Figuren begegnet z.B. Winter, Boba Fett, sogar Leia. Nur ein kleiner Fleck bleibt übrig, es scheint als wäre es eigentlich vier Bände gewesen, da alles was Han Solo auf der Akademie getrieben hat, wie er Chewie gerettet hat und mit welcher Heldentat er sich die corellianischen Blutstreifen verdient hat, nur in wenigen kurzen Nebensätzen erwähnt wird. Das ist etwas schade, aber vielleicht kommt ja noch ein Band heraus. Lechz.

Lando Calrissian

Diese drei Romane von L. Neil Smith (erschienen 1983) handeln von dem Glücksspieler und einigen seiner kleinen Abenteuer. Bereits im ersten Band (Lando Calrissian und die Geisterharfe von Sharu) macht sich Lando einen mächtigen Zauberer zum Feind. Dann gewinnt er auch noch einen seesternförmigen Droiden namens Vuffi Raa, der jedoch von den Überlebenen einer Zivilisation gesucht wird. Sie halten ihn für den Mörder ihrer Rasse. So reisen sie denn durch das All immer auf der Flucht vor Attentätern und auf der Suche nach der nächsten Sabbac-Runde.Im letzten Band (L.C. und die Sternenhöhle von Thon Boka) hilft Lando einer im Weltraum lebenden Spezies gegen den Zauberer und kann gleichzeitig die Verfolger von Vuffi Raa von dessen Unschuld überzeugen. Eigentlich sind die Bücher ganz witzig. Sie nehmen sich selber nicht so ganz ernst, sind dadurch aber auch nicht sonderlich spannend. Aber vom StarWars- Universum merkt man leider fast gar nichts. Nur einige Namen sind vertraut. Einziges Highlight: es wird endlich mal erklärt wie Sabbac funktioniert!

Han Solo

Diese Trilogie von Brian Daley beschreibt, was Han Solo und Chewbacca so getrieben haben, bevor ein kleiner unbedeutender Farmersjunge sie aus ihrem gewohnten Schmuggleralltag gerissen hat. Im ersten Roman ("Han Solo auf Star´s End) haben die Helden das Geld um den "Millennium Falcon" mal wieder überholen und verbessern zu lassen - nur ist ihr bevorzugter Monteur und Freund verschwunden. Seine Tochter drückt ihnen zwei Droiden aufs Auge und schickt sie mit einem halbwegs reparierten Falcon los. Den Rest müssen sie erarbeiten in dem sie den Vater wieder finden. Gar nicht so leicht, die Galaxis ist groß und die Informationen schwer bewacht. In dem zweiten Roman ("Han Solos Rache") müssen die beiden Helden zusammen mit einer imperialen Beamtin einen Sklavenhandel aufdecken, da ihnen sonst das Geld für die Reparaturen des "Millennium Falcon" fehlt - mal wieder. Im dritten Roman ( "Han Solo und das verlore Erbe") haben Han Solo und Chewbacca endlich mal etwas Geld, als ihnen ein alter Freund über den Weg läuft, der bei ihnen, eigentlich bei Chewie eine Lebensschuld offen hat. So schleppt er sie mit auf eine wahnwitzige Schatzsuche immer verfolgt von gierigen Halunken, die ebenfalls den Schatz wollen. Im ganzen sind die Romane etwas fade, zumal man weiß, dass keinem etwas passieren kann. Aber man erfährt aus diesen drei Büchern mehr über das StarWars-Universum als aus den drei Kinofilmen. Die Völkerbeschreibungen und wie sich das Leben jenseits des Kampfes zwischen Allianz und Imperium abspielt machen die Romane interessant.

Die Bücher zu den Filmen:

Diese drei Romane sind genau das, Bücher zu Filmen, nicht mehr und nicht weniger. Liest man eines spult sich der Film vor dem inneren Auge ab. Es gibt nur geringe Abweichungen. Im "Krieg der Sterne" bemüht sich George Lucas noch technische Details, z.B. wie funktioniert ein Lichtsäbel, zu erklären. In "Das Imperium schlägt zurück" von Donald F. Glut und George Lucas bemühen sich die beiden wenigstens etwas vom Gefühlsleben der Helden zu vermitteln und nicht nur zu beschreiben. James Kahn übertreibt es in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" dann doch. Planeten werden in ihrer ganzen Schönheit beschrieben, die Seele der Helden vor dem Leser ausgebreitet und die Schlacht um den Todesstern wird auf simple Funksprüche der Piloten reduziert - nicht das man dadurch wüsste was die da eigentlich treiben. Das Original ist besser aber wenn man keinen Videorekorder zur Hand hat tun es zur Not auch die Bücher.

Die neuen Abenteuer des Luke Skywalkers:

Dieser Roman von Alan Dean Foster (!) gehört wohl eher zu den unbekannten Geschichten aus den StarWars-Universum. Zeitlich spielt er nach dem Fall des ersten Todessternes. Luke und Leia stürzen auf der Suche nach neuen Verbündeten auf einem sumpfigen Planeten ab (kein Witz). Um neue Schiffe zu bekommen helfen sie einer schrulligen Alten an einen Kristall zu gelangen, der tief im Dschungel verborgen ist. Und Darth Vader ist ihnen dicht auf den Fersen. Da dieser Roman bereits 1978 erschienen ist vermittelt er ein unverdorbenes Bild von Luke und Leias Charakter ohne den ganzen Familienkram oder den übermächtigen Jedi. Und der Autor ist auch ein Garant für ein stimmiges, schön lesbares Buch.

Der Pakt von Bakura (1993)

Dieses Buch setzt unmittelbar nach dem Fall des zweiten Todessternes ein. Alle Helden haben noch einen schönen Kater von der Ewok-Feier als ein Hilferuf aus einem weit entfernten imperialen System gemeldet wird. Es wird von fremden Wesen angegriffen. Um diese technisch wichtige System zu retten und auf die Seite der Allianz zu bringen machen sich die Helden auf. Kathy Tyers hat ein Buch geschrieben, das sich stark mit den Helden beschäftig und der menschlichen Seite des Trios. Han, der Leia liebt aber starke Probleme hat dieses zu zeigen. Leia, die damit klarkommen muß, das Darth Vader ihr Vater ist. Hauptfigur ist eindeutig Luke, der sogar mal verliebt sein darf. Allerdings kränkt das Buch auch daran. Held der Rebellion hin oder her. Luke Skywalker bleibt ein Bauernjunge und als Anführer einer Streitflotte der Allianz wirkt er in diesem Roman eindeutig unglaubwürdig und viel zu erwachsen.

X-Wing

Diese Serie kommt tatsächlich ohne die bekannten Helden aus. Einzig Wedge Antilles könnte man kennen, der einzige Nebendarsteller, der alle drei Filme überlebt. Chronologisch gesehen beginnt die Serie nach der Zerstörung des zweiten Todessternes. Die "Rogue"-Staffel wird nach der Schlacht von Endor wieder neu aufgebaut und da Wedge als einziger den Kampf überlebt hat wird er zum Anführer befördert. Die ersten vier Teile (geschrieben von Michael Stackpole) handeln von den Heldentaten der 12 Kampfpiloten während des Feldzuges zur Eroberung von Coruscant, dem Hauptsitz des Imperiums. Interessant wird die Staffel durch die unterschiedliche Herkunft der Piloten, da jeder Flieger von einer anderen wichtigen Fraktion und damit Rasse der Allianz gestellt wird. Das führt natürlich auch zu interessanten Verwicklungen! Die Romane sind sehr kampflastig (man merkt, dass der Autor wohl den X-Wing-Simulator gespielt hat) was nicht jedermanns Geschmack ist.

Entführung nach Dathomir ("The Courtship of Princess Leia", 1994)

Coruscant ist in der Hand der Allianz, immer mehr Welten schließen sich der Neuen Republik an. Eines Tages erscheint Isolder, Prinz des hapanischen Reiches welches 63 Welten umfasst und möchte Leia heiraten. Er ist reich, gut aussehend, mächtig und höflich. Leia muß sich entscheiden und es fällt ihr nicht leicht. Jetzt gerät Han in Panik. Er gewinnt bei einem eilig einberufen Sabbac-Turnier einen Planeten, auf den er Leia entführt um sie von seiner Liebe zu überzeugen. Doch der Planet liegt nicht nur im System eines mächtigen Kriegsherren und Feind der Allianz, der zudem noch mit Han eine offene Rechnung hat. Nein, er ist auch noch von Hexen, d.h. dunklen Jedi-Frauen bevölkert, die einen Weg suchen den Planeten endlich verlassen zu können um das Universum zu verderben. Natürlich folgt Luke, der eigentlich auf der Suche nach einer alten Jedi-Akademie ist, die zufällig auch auf Dathomir sein soll. Isolder folgt ebenfalls und brennt nur darauf Leia zu retten und Han zu bestrafen. Das Buch ist spannend bis witzig z.B. wenn C3PO ein Heldenlied auf Han dichtet. Es befasst sich hauptsächlich mit den inneren Konflikten von Leia und Han. Luke ist wieder der (fast) allmächtige Jedi, aber es hält sich im Rahmen. Die Kampfhandlung sind relativ kurz gehalten und finden ausschließlich auf Dathomir statt- also keine Weltraumschlachten! Wer also mehr auf Gefühle steht als auf Technik und Kampf, für den ist dieser Roman genau richtig!

Ein absolutes Highlight unter StarWars-Romanen ist die Trilogie von Timothy Zahn (Hugo-Preisträger!)(1992)

Fünf Jahre nach der Zerstörung des zweiten Todessternes erhebt sich das Imperium wieder. Aus den Tiefen des Alls taucht der Großadmiral Thrawn auf. Mit der unheimlichen Begabung jeden Schritt seiner Gegner voraus zu ahnen, seinen unorthodoxen Ideen und Angriffen und seinem aus-gezeichnetem Führungsstil über die Imperiale Flotte raubt er der Allianz Welt für Welt. Selbst der heldentreuste Leser muss ihm Bewunderung zollen. Trotz aller spannenden Kämpfe und Intrigen kommen die Helden, ihre Sorgen und Nöte nicht zu kurz. So erleben wir Han Solo nervös vor der Geburt seiner Kinder, Luke wie er als vollwertiger Jedi mit aber auch ohne die Macht zurecht kommen muss und Leia, die sich für die Taten ihres Vater rechtfertigen muss. Gleichzeitig erhält man viele neue Eindrücke des Universums und seiner Rassen; ein besonderer Leckerbissen: Chewies Heimatwelt! Diese Romane darf man auf keinen Fall versäumen!

Das Dunkle Imperium (1994)

Hier hat sich ein Comic in die Bücherwelt eingeschlichen. Eigentlich wäre das nicht weiter erwähnenswert gibt es doch einiges an Comic-Serien in Heftchenformat. Doch zum eines ist dieses als Hardcover aufgemacht, zum anderen haben viele Autoren den Inhalt in ihre Bücher eingebunden. Die Story ist gar nicht mal so übel. Der Imperator hatte einen Klon von sich anfertigen lassen, der jetzt- sieben Jahre nach Endor- wieder das Imperium aufbauen will. Dabei lockt er Luke in eine Falle, die ihn zwingt zur dunklen Seite überzutreten. Es entbrennt ein Kampf gegen den Imperator und gegen Luke. Leia muss alles auf eine Karte setzten um Luke wieder zurückzuholen. Aber die Umsetzung ist grausam. Weder sind die Zeichnung, noch die Tusche sind gut. Die Charaktere erkennt man nur daran, dass sie mit Namen angeredet werden und es setzt mitten in der Geschichte ein, so daß ein Teil der Handlung fehlt.

Die Jedi Akademie - eine Triologie von Kevin J. Anderson (1994)

Diese drei Romane handeln von Lukes Suche nach geeigneten Kandidaten für seine Jedi-Akademie, deren Gründung und die Ausbildung der Schüler. Einer von ihnen, Kyp, wird von dem Geist eines dunklen Jedis verführt und verfällt der dunklen Seite der Macht. Luke muß sich, seine Schüler und Leias Kinder schützen und ist dabei selber dem Tode sehr nahe. Gleichzeitig entdeckt Han nach seiner Flucht aus den Gewürzminen von Kessel eine riesige imperiale Forschungsflotte, die seit der Erschaffung des ersten Todessternes völlig abgeschieden auf eine Nachricht von Tarkin wartet. Nach einem harten Verhör überredet Han die führende, aber sehr naive Forscherin mit ihrer neusten Erfindung, dem Suncrusher; zu fliehen. Jener fällt aber Kyp in die Hände und er nutzt ihn für seine finsteren Zwecke. Außerdem sorgt auch die aus ihrem Exil aufgetauchte Imperiale Flotte für Zerstörung. Diese Bücher sind nicht empfehlenswert. Ständig werden bekannte Fakten wiederholt. Die Geschichte ist voll von Fehlern und Ungereimheiten. So wird Han als Botschafter nach Kessel geschickt, weil es bisher nicht möglich war, mit dem Planeten Kontakt aufzunehmen. Kaum ist er jedoch verschwunden, ist es kein Problem mal eben anzurufen und nachzufragen. Oder Luke läuft über glühende Lava und tötet ein Magmamonster, ist einige Kapitel später nicht in der Lage einen einzelnen Gefangenen zu halten. Einzelne Szenen an sich sind ganz spannend und leider beziehen viele nachfolgende Autoren diese Triologie in ihre Romane mit ein, so dass man fast gezwungen ist sie zu lesen.

Palpatines Auge

Dieser Roman von Barbara Hambley ist eine Delikatesse. Er ist zwar deutlich schwerer zu lesen als andere Bücher aber er bietet auch einiges. Sowohl Luke mit R2D2 als auch Han und Leia machen sich auf die Suche nach einem alten Versteck der Jedi und ihrer Kinder. Luke gelangt dabei an Bord eines vollautomatischen, gigantischen Schlachtschiffes welches lange geruht hatte. Jetzt ist es aktiv geworden und folgt seinen Befehlen. Zunächst sammelt es imperiale Truppen ein. Nur hat es etwas zu lange geruht. Von den auf verschiedenen Planeten stationierten Einheiten ist nicht mehr viel übrig. Also holt es die nächste intelligente Spezies an Bord die jeweils dort ist und verpasst den Wesen eine Gehirnwäsche, so daß sich alle für Truppen des Imperiums halten: Gamorrianer, Sandleute, Jawas, Luke und seine Schüler… Gleichzeitig finden Han und Leia die ehemaligen Verstecke auf einem Eisplaneten, bei dessen warmen Quellen jedoch eine bedeutende Zivilisation entwickelt hat. Gemeinsam geraten sie in eine Verschwörung, deren Ziel die Wiedererhebung des Imperiums ist - mit jenem automatischen Schlachtschiff, dass gerade auf den Planeten zurast um ihn zu zerstören. Zum einen schafft es die Autorin Luke wirkungsvoll außer Gefecht zu setzt so daß er nicht mehr der allmächtige Jedi ist. Han und Chewie aber auch Leia bleibt Platz für Heldentaten ohne wie Nebendarsteller zu wirken und gleichzeitig wird auch schön auf die Charaktere eingegangen. Ach ja, spannend ist es auch! Und gerettet werden alle durch die wirklichen Nebendarsteller. Einziger Haken an der Sache ist, dass die Autorin sich viel auf andere Bücher bezieht, dadurch hat man oft das Gefühl was verpasst zu haben.

Die Corellia-Triologie von Roger McBride Allen

Es sind 18 Jahre vergangen seit der Zerstörung des ersten Todesternes. Nun macht sich die Solo-Familie auf den Weg nach Corellia - Hans Heimat. Und es wird gleich klar - es kann nur Ärger geben. Rassenunruhe auf allen Planeten des Systems, die gewählte Regierung hat keinerlei Macht mehr, Verschwörungen überall. Dann das unfassbare: das System wird durch ein gigantisches Kraftfeld vom Rest der Galaxis nahezu abgeschottet. Gleichzeitig übernimmt eine Gruppierung die Macht über den Hauptplaneten, Corellia, deren Anführer Han Solos Vetter ist. Außerdem scheint diese Gruppe noch in der Lage zu sein Sonnen zu Noven werden zu lassen. Die Allianz ist auf dem kalten Fuß erwischt worden, zumal die meisten Kampfschiffe im Reparaturdock sind. Und Lando Calrissian ist mit Luke unterwegs um eine Braut für sich zu finden. Anfangs ist die Romanreihe sehr gut. Man merkt den Helden doch eine gewisse Reife an. In immer wieder unterschiedlichen Kombinationen treffen die Helden aufeinander und überstehen gefährliche Situationen. Der Gegner scheint übermächtig. Die Charaktere sind schön ausgearbeitet und die Situationen wirklich spannend. Doch zunehmend wirkt das ganze sehr konstruiert. Die Kinder nerven nur noch, Chewie wird zum Babysitter degradiert, Hans größte Heldentat ist sich verprügeln zu lassen und eine Bruchlandung auf einem Planeten; der erst so mächtige Geheimdienst der Allianz wird eine Lachnummer und am Ende stellen die Kinder den Bösewicht und retten das Universum. Besonders nach der Auflösung des ganzen wirken die Romane sehr unglaubwürdig und äußerst zusammengestückelt. Man gewinnt den Eindruck einer schlechten Kulisse für großartige Helden. Nervig sind auch die vielen wiederholten Beschreibungen. Das würde Sinn machen wenn man die Romane einzeln lesen könnte, was aber nicht der Fall ist. So wird das ganze langweilig. Am besten sollte man nur die ersten zwei Teile lesen, danach geht's bergab!

Young Jedi Knight

Diese fünf Bücher von Kevin J.Anderson und Rebecca Moesta sind eindeutig etwas für Jedi-Fans. Jaina, Jacen, Lowbacca, ein Neffe von Chewie, und die Tochter Isolders und Teneniel von Datho-mir werden auf Yavin 4 zu Jedis ausgebildet, was schon witzig ist. Im Dschungel finden sie einen alten T-Fighter und reparieren ihn. Doch dann taucht der überlebende imperiale Pilot auf und entführt Jacen und Jaina. Sie werden schließlich zur Jedi-Akademie der dunklen Seite gebracht, die ein Ex-Schüler von Luke gegründet hat. Dort sollen sie ebenfalls zur "bekehrt" werden durch Prügel und harten Züchtigungen. Letztlich werden sie durch Luke und die anderen Schüler befreit. Ihre Ausbildung geht weiter. Sie müssen sich ihre eigenen Lichtschwerter bauen. Da es mit ihren Kristallen nicht so genau nimmt, versagt ihr Schwert bei einem Übungskampf, so dass Jacen ihr den Arm abtrennt. Sie reist nach Hause und ist ziemlich deprimiert. Als die Jedis jedoch ein Attentat vereiteln können fasst sie wieder neuen Mut. Im letzten Roman kommt es dann auf Yavin 4 zur großen Schlacht zwischen den Jedis dunklen und der hellen Seite der Macht. Im ganzen sind die Bücher sehr witzig aber noch nicht völlig ins lächerliche gezogen. Außerdem sind sie flüssig zu lesen und voller Wortwitz. Für alle, die einmal einen "Young Jedi" spielen wollen, sind die Bücher eine hervorragende Informationsquelle.

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