Conbericht: AdventureCon 2001

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An der Scheidelinie

Der Adventure-Con 2001 im Bürgerhaus Eidelstedt


Es existiert eine dünne Scheidelinie, die Gut von Böse, Weiß von Schwarz und Recht von Unrecht trennt. Auf der einen Seite dieser Scheidelinie leben die Rechtschaffenden und Gerechten in sorgloser Unwissenheit von der Anderen, der dunklen Seite. Auf dieser dunklen Seite lauert das Böse, wie ein sprungbereites Untier um eine Bresche zu schlagen in die dünne, ungeschützte Trennlinie. Einzudringen in die wirkliche vermeintlich sichere Seite auf der wir Gottesfürchtigen leben. Die dunklen Kräfte sammeln sich auf verrufenen Orten. In den gouhlischen Nekropolen cthulhuidischer Gottheiten, in von Dämonen besudelten Kaers und um - durch blasphemische Rituale- entweihte Altäre tanzen sie, um die Blutbestie des ewigen Krieges von Gut und Böse von der Leine zu lassen. Im wilden Geheul formieren sie ihre scheußlichen Reihen um die Welt im Blut der Gerechten zu ertränken. Und finden sie dann eine Bresche in der Linie, so brechen sie gnadenlos hervor.


Aber eine Trennlinie ist wie eine Mauer und eine Mauer wäre nur eine schwache Verteidigung, wären dort nicht Wächter postiert, die diese Mauer bewachen. Jedes Jahr wieder sehen die üblen Schergen des Böses eine Lücke in der Mauer und zwar genau dort wo das Bürgerhaus Eidelstedt seine Pforten öffnet. So auch dieses Jahr als der S.D.N.V. und der Zauberstein ein harmloses Rollenspielwochenende veranstalteten. Und so wogten die grauenhaften Massen, wie eine dunkle, giftige Wolke gegen die Mauern des Bürgerhauses um den Weg in unsere Welt zu finden. Kriechend, schlurfend, grotesk hüpfend, wilde Flüche ausstoßend wollten die widernatürlichen Kreaturen sich den Einlass erzwingen. Doch auch in diesem Jahr standen die Helden und ruhmreichen Recken des Adventure- Cons bereit um die gotteslästerlichen Schufte in ihre Reiche zurück zuwerfen. An allen Fronten mussten sich die Gäste des Adventure- Cons behaupten. Sie kämpften in den dunklen, feuchten Kaers Barsaives, in den verruchten Gassen eines modernen Seattles und den weiten des unendlichen Weltraums um das Recht und das Leben der gerechtem Menschen. Sie entrissen dunklen Sektierern magische Artefakte, sie brachten verwöhnten Jungaristokraten den rechtschaffenden Weg bei und retteten fluchbeladene Dörfer aus ihrer Not. Überall erklang das Hohelied des gerechten Sieges und die dankbaren Menschen, die nicht selbst in der Lage sind sich gegen die Heerscharen des Bösen zu behaupten, sanken vor Dankbarkeit auf die Knie um unsere Helden zu lobpreisen und sie mit Geschenken zu überhäufen. Der eine oder andere Held mag seine Belohnung genommen haben - es sei ihm erlaubt – doch was im Nachhinein zählt ist, dass die üble Seuche des Bösen wiedereinmal von der Schwelle des Bürgerhauses vertrieben worden ist.


Aber nicht nur durch Intrige und in dunkler Ecke versuchten die Halunken ihre Machenschaften zu behaupten. Nein, auch durch brachiale Gewalt, wie ein Sturm, trachteten die wüsten Kerle danach ihre Siege zu erstreiten. Riesige Armeen hatten sie aus dem Boden gestampft, die über die vergewaltigte Erde heran marschierten um die standhaften Soldaten des Guten zu vernichten. Tonnenschwere Kampfmaschinen und grauenhafte Bestien lagen in tödlicher Umarmung mit den letzten technischen Errungenschaften der menschlichen Feldherrn. Mag die Mauer auch verteidigt worden sein und der Zutritt den dunklen Heerführern auch verwert worden sein, in diesem grauenhaftem Stahlgewitter hat es nicht wirklich einen Sieger gegeben.


Aber der Adventure- Con war nicht Front der großen Schlacht zwischen Gut und Böse, er war auch Vorbereitung für folgende Ereignisse. So mussten sich, unter der sachkundigen Leitung des Zaubersteins (die örtlichen Rollenspielschmiede), die besten Magier aus Stadt und Land miteinander messen um die beiden Besten zu ermitteln. Die Sieger dieses Magierwettstreites werden dann die nächste Hürde – die Pro Tour in Barcelona - nehmen müssen auf dem Weg zum größten Magier der Welt. Sieger dieses magischen Ausscheidung waren die Kartenmagier Alexander Schröder und Robert Will.


Natürlich fordern epische Schlachten auch heroische Opfer unter den Streitern des Guten. So musste die Reisegruppe im Orientexpress (ein Liverollenspiel unter der Leitung von Tim) große Verluste hinnehmen bis der unsägliche Geist des Emoch- Tas wieder gebunden werden konnte. Noch lange Zeit wird man das traurige aber heldenhafte Lied ihres Dahinscheidens singen. An dieser Stelle muss auch noch einmal auf die grandiosen Kulissen und Requisiten von Sonja und Christian hingewiesen werden, deerngleichen man selten zu Gesicht bekommt. Auch auf dem friedlichen Vampirtreffen von Björn wird es sicher Opfer gegeben haben. Denn zu sehr wurde dem Vampirprinz durch Mafia und Rockerbanden zugesetzt. Nichtsdestotrotz war auch dies ein gelungenes Liverollenspiel.


Was aber war nun die Aufgabe der anderen Mitglieder des S.D.N.V.s innerhalb dieser blutigen Schlacht zwischen den Recken des Adventure- Cons und den widernatürlichen Elementen jenseits der Mauer?

Ihre Aufgabe war es die Kräfte des Guten zu kanalisieren und zu bündeln, ihnen den richtigen Weg zu weisen und sie führen, damit sie sich nicht verzettelten an den vielen Fronten und der wichtige Einsatz verpufft. Und nicht zu letzt muss jeder der kämpft auch Essen und Trinken, damit er standhaft gegenüber den bösen Kräften bleiben kann. Diese schwierigen Aufgaben – die Leitung und Führung, sowie die Verköstigung – wurden übernommen und mit Bravour gelöst. Während sich also Mitglieder wie Jörg und Michael um die Koordination aller Kampfeswilligen an der Con – Info kümmerten, Markus, Björn und Anke Gruppen durch diverse Scharmützel führten, versorgten Jacqueline und Jacob die Hungrigen am Con – Kiosk.


Diese Rundumbetreuung der Gäste seitens des S.D.N.V. s und des Zaubersteins war streckenweise so gut, dass sich die tapferen Recken nur um die Bekämpfung der pervertieren Massen des Bösen kümmern mussten. Das Resultat war, dass die Heerscharen der üblen Gottheiten, dunkler Dämonpaktieren und geldgieriger Konzernchefs an allen Fronten in ihre Schranken verwiesen werden konnten und auf ihre Seite der Scheidelinie zurückkehren mussten. Dort werden sie lange noch ihre Wunden lecken müssen bis sie sich erneut auf den Weg machen um im Bürgerhaus Eidelstedt eine Breche in die Mauer zu schlagen. Ohne Zweifel wird der Angriff des Bösen im nächsten Jahr wieder erfolgen und wieder werden die dunklen Massen an die Mauer branden in der Hoffung uns endlich zu unterjochen und uns zu ihren Sklaven zu machen, unsere Frauen zu schänden und die Kinder zu nehmen.

Aber auch im nächsten Jahr wird der S.D.N.V. wieder alle Mitglieder, den Zauberstein und alle Gäste des Adventure- Cons mobilisieren um alle Kräfte zu bündeln um den Angriff abzuwehren. Bis dato gilt es weiter wachsam zu sein und sich schon jetzt mögliche Strategien zur Abwehr zu überlegen. Denn bedenkt – ihr Mitglieder, Kämpfer des Guten, Rollenspielschmiede und Veteranen an der Front – der Kampf gegen die Kräfte des Bösen ist eine ewige Schlacht. Noch befindet sich die Waage im Gleichgewicht, aber wehe die Schale des Sieges schlägt einmal auf die Seite des Bösen aus. Es wäre das unwiederbringliche Ende der Gerechtigkeit, der Gottesfurcht und der Freude.

Also bleibt wachsam!!!!

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