Conbericht: AdventureCon 2002

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Es ist gelungen, der Adventure Con 2002 ist überstanden. Und es war durchaus ein Erfolg! Über 150 Besucher! Die Küche restlos geplündert! Und ein gutes Plus in der Vereinskasse. Dabei wirkte am Freitag um 18.00 Uhr alles noch etwas unruhig. Jörg hatte schon um ein Uhr mittags mit den Vorbereitungen angefangen. Doch um fünf Uhr stöhnte Jörg schon: "Und ich wollte erst um drei anfangen. Das hätten wir nie geschafft!"

Alle halfen noch mit, die Waren vom Zauberstein und vom Zaubertrank auszuladen und reinzuschaffen, die Küche wurde vorbereitet, in letzter Minute malten wir noch ein Eingangsplakat auf einem zerfetzten Bettlaken (um der Elternschule Konkurrenz zu bieten!) und schon um kurz vor sechs tauchten die ersten Besucher auf - tja, Wechselgeld, ich würde dir ja rausgeben - wenn nur der Schlüssel zur Kasse da wäre!

Aber da sich nicht allzu viele Besucher und die sich auch nur tröpfchenweise einfanden, blieb eigentlich alles ruhig. Es wurde viel geplaudert und man fand sich auch sehr langsam zu Spielrunden ein. Ein Raumplan hätte die Sache vielleicht etwas beschleunigt.

Das mittelalterliche Turnier fiel dagegen völlig aus. Alle hatten wohl anderes zu tun als die wenigen Besucher, die nach 3 Stunden noch keine Spielrunde hatten, noch zu einem Turnier zu animieren.

Obwohl der Abend ziemlich ruhig wirkte, ging es hinter den Kulissen rund.

In einem 7th Sea-Abenteuer von Christian schafften es die Helden in der Kanalisation von Charousse eine von L´Empereur geehrte Violistin vor dem Rattenkönig zu retten.

Ralf schickt die Runner in Auburn/Seattle los um einen Kristall zu "beschaffen". Am Ende lag ein geheimes Forschungslabor von ChemTec in Schutt und Asche, was der Konzern allerdings seinem eigenen Sicherheitsmann mit Flammenwerfer und seiner Kampfdrohne zu verdanken hatte. Die Runner zogen unbehelligt und unbemerkt mit Kristall und Kampf-drohne ab.

Das Magic-Turnier Typ 2 wurde von Arnold Hammer gewonnen mit 9 Punkten und einem rot-grünen Stompy-Deck, Benjamin Schultz belegte Platz 2 mit einem Balancing Act-Deck und Philip Schulz erreicht mit einem Opposition-Deck Platz 3.

Erstaunlicherweise sehr ruhig verlief die Wahlveranstaltung der Vampire. Völlig unbemerkt wählten die Kainiten neue Clanoberhäupter (die letzten fielen einem Massaker des Sabbats zum Opfer), verteilten ihre Jagdreviere, stellten einen neuen Prinzen, der sich auch um einen neuen Sheriff kümmert.

Die Hot Dogs fanden reißenden Absatz! Ein Hoch auf die Küche!!!

Die härtesten unter allen waren die Shadowrunner im Orient-Express. Sie hielten die ganze Nacht durch. Hier ein Auszug aus den Con News:

Terroristischer Anschlag im Orient Express? In dem für seine Sicherheit bekannten und allseits beliebten Orient-Express ereignete sich in der letzten Silvesternacht des Jahres 2051 ein unerwarteter Ausbruch der Gewalt. Bisher noch unidentifizierte Terroristen lieferten sich auf den Fluren des altehrwürdigen Schienenweges wilde Feuergefechte. Unbestätigten Gerüchten zufolge waren mindestens 8 Personen unbekannter Herkunft und Alters in mehreren rivalisierenden Banden an dem Gefechte beteiligt.

Die ConNews, welche über nahezu unerreichbare Kontakte verfügt, konnte einen der Beteiligten zu den Geschehnissen befragen:

CN: Welchen Anteil hatten Sie am Geschehen?
M: Ich war für die Astrale Aufklärung und den Kontakt zu beteiligten außerweltlichen Lebensformen zuständig.
CN: Von welcher Art von außerweltlichen Lebensformen sprechen Sie?
M: Einen freien "Amigo"-Geist in Form des Hausgeistes des Orientexpresses.
CN: Wollen Sie etwa behaupten im Orient Express spukt es?
M: Nein, der gemeine Volksmund bezeichnet mit "Spuk" im allgemeinen Poltergeist - Erscheinungen oder erschreckende Manifestationen verwünschter Geister.
CN: Nun gut, was war eigentlich der Grund für das "Blutbad", wie einige es bezeichneten?
M: Ein vorher nicht aufgeklärter Wachposten.
CN: Was meinen Sie damit? (Anm. d. Redaktion: Bei dieser Frage zögerte Mr. M. deutlich bei seiner Antwort)
M: Ein als unbeteiligt eingestufter Mann eröffnete plötzlich das Feuer auf unseren "Schlüssel".
CN: Können Sie unseren Lesern eröffnen, um was für eine Art von Auftrag es sich gehandelt hat?
M: Nein.
CN: Die ConNews dankt für das Interview und versichert Ihnen vollständige Anonymität, Mr. Merlin.
M: Schont den Wald, nutzt Elektrofahrzeuge.

Abschließend fand man noch ein Rechenexempel: 1 Stahlkoffer x ( 1 Magschloßknacker Stufe 8 + Elektronikwerkzeug + 1 Synchroniser + 20kg Buddhagoldstatue) : ( Schädel des Gegners + Abwurf aus einem Zug x 60km/h) = ein heile Buddhastatue

Abschließend noch ein Lob an Björn, der es nicht nur schaffte den Run zu überstehen sondern auch noch die Nacht hindurch den Schließdienst für die Tür übernahm, die Küche, besonders den Kaffeedienst, am Laufen hielt und auch noch diverse Aufräumarbeiten erledigte. Tolle Leistung und vielen Dank!!!

Am Samstagmorgen ging es dann auch erst einmal gemütlich weiter. Zwischen acht und neun standen auch Jörg und Sebastian auf der Matte. Es wurden Brötchen geschmiert und die erwachenden Schläfer versorgt. Die Stände und die TableTopler bauten auf. Ab zehn Uhr kamen die ersten Gäste. Es wurde richtig voll. Ein Gast bemängelte tatsächlich, dass sich um halb eins mittags keine Spielrunde mehr fand. Zu dem Zeitpunkt hatten wir schon 11 (!) laufende Runden!

Christian leitete schon wieder (es ruinierte seine Stimme für den Rest der Woche!), diesmal Earthdawn. Vielen mag das Abenteuer bekannt sein: Die Helden sollen die verschwundene Elfe Doreanna wieder finden. Im Dschungel stolpern sie dabei über einen verlassenen Tempel, befreien beinahe einen eingekerkerten Dämon und werden immer aggressiver gegeneinander, weil der Dämon Zwietracht sät. Diese Gruppe ließ sich tatsächlich Zeit, bis der Dämon frei war und mussten ihn am Ende mühselig niederprügeln.

Eine Deadlandsrunde (sehr viel ruhiger im Obergeschoß) hatte hauptsächlich mit Untoten, Kultisten, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem snobistischen Engländer zu tun ("Ich will den Kolonien etwas Kultur bringen…)

Einige Shadowrunner wurden leicht in Panik versetzt als sie auf einer einsamen Insel strandete… keinerlei Hightec, Nachschub oder Service!

Trotz des Andranges hielt sich alles in Maßen. Die Raucher und die Lautstärke waren nur im "Kerker ohne Drachen" ein echtes Problem. Die Küche hatte alle Hände voll zu tun. Besonders die Suppe und die Hotdogs standen ganz oben auf der "Was hat mir am Con gut gefallen"-Liste. Also ein dickes Lob an die Küche und alle fleißigen Helfer, ohne die der Con nur halb so lecker gewesen wäre!

Aber auch das Confrontation-Turnier am Samstag fand großen Andrang und viel Lob. Ein Mitstreiter lobte besonders das Publikum, weil es doch schon erwachsener war, aber auch die Organisation war gelungen. Viel Lob fand auch das Disk Wars-Turnier am Samstag.

Gegen Abend änderte sich die Stimmung doch etwas. Es wurde deutlich ruhiger, die meisten Runden hatten ihre Abenteuer bis Mitternacht beendet. Abgesehen von den Vampiren, die auf der Suche nach dem verloren Stadtring für ihren Prinzen das Haus und die Eidelstedter Innenstadt auf den Kopf stellten.

Auch die Küche lieferte ein besonderes Getränk: Eissaft, na ja viel Eis mit etwas Saft - und das in einer noch ungeöffneten Flasche! Die Orga-Leute wurden von einem besondern Con-Fieber gepackt: Das Simpson- Kartenspiel! Die Midgard-Runde stellte mit wechselnden Spielern fast den Rekord für den Tag auf: 15 Stunden non-stop allerdings ohne das Abenteuer zu beenden.

Die Camelot-Runde hielt aber tatsächlich bis zum nächsten Morgen durch. Der Spielleiter gab sich alle Mühe, dieses neue System den Spielern schmackhaft zu machen und diese waren auch begeistert. Mirko sagte später dazu: "Die Welt ist ähnlich der Erde wie bei Midgard und die Charaktererschaffung sehr schnell und einfach. Das Zaubern ist interessant, besondern weil die Magie nicht konstant ist, sondern in einigen Gegenden sehr stark und in anderen wieder sehr schwach wirksam ist."

Ein dickes Dankeschön geht auch an Markus, der den undankbaren Job des Nachtwächters trotz Vampiren in dieser Nacht durchgehalten hat.

Der Sonntag war wieder gut besucht, aber nicht ganz so stark wie der Samstag. Es schienen zwar mehr zu sein, das lag jedoch an der Elternschule, die ihren Tag der offenen Tür oder was auch immer ausgerechnet auf dieses Wochenende legen mussten. Grmpf!

Die Langschläfer und Frühaufsteher ließen sich dadurch jedoch nicht stören. Die belegten Brötchen fanden wieder guten Absatz, doch mit dem Sonntagskaffee brauchte man keinen Totenbeschwörer mehr um Leichen auferstehen zu lassen.

Es fanden sich einige Spielrunden, wobei einige einfach weiterspielten, nachdem es letzte Nacht zu spät wurde. So schafften es die Runner dann auch mit der gesuchten Person von der Insel wieder ans technikdurchsetzte Festland zu gelangen. Ein anderes Team versuchte weiter im Mafia-Milieu eine Gebietsübernahme zu beweisen und zu verhindern, standen jedoch vor einem kleinen Problem: in der Gruppe gab es einen Mann und zwei schöne Frauen.

Eine Earthdawn-Runde kämpfe damit ein Caer wieder verlassen zu können und eine Gruppe von Superhelden war wie immer auf der Jagd nach mörderischen Superschurken.

Ansonsten gab es am Sonntag eher zu wenig Runden. Gegen Abend löste sich der Con so nach und nach auf. Die Küche war restlos leer. Während in einigen Räumen noch zu ende gespielt wurde, hatten die Table Topler schon ihre Figuren eingepackt und woanders wurden schon die Räume gefegt. Gegen zehn Uhr war der Con dann beendet.

Die Besucher waren sehr zufrieden. Wie schon erwähnt hat das Essen den besten Anklang gefunden. Also noch mal ein dickes Lob und vielen Dank die Küche, allen voran Sebastian, Michael, Björn und allen anderen Helfern.

Auf Platz zwei lag die Atmosphäre. Immer wieder hörte man "nette Leute hier", "eine gute Atmosphäre", "eine schöne Stimmung", "es ist nicht so turbulent". Dieses Lob verdanken wir wohl der Tatsache, dass der Con über drei Tage ging. Dadurch kamen die Leute nicht alle auf einmal und die Stimmung wurde ruhiger, die Spielrunden kamen besser unter und man hatte auch mehr Muße zu plaudern.

Aber auch Jörgs herzlicher Empfang am Eingang ("Guten Morgen! Herzlich willkommen beim AdventureCon!" für jeden einzelnen Gast) hob die Laune deutlich.

Natürlich gab es auch noch andere Lobespunkte. Für die Räumlichkeiten, die gute Organisation, die günstigen Eintrittspreise und den Chili-Kakao. Einer lobte sogar die soliden Tische(?). Auch dass der Con durchgehend geöffnet war, pries man des Öfteren.

Aber natürlich gab es auch einige Kritikpunkte. Allen voran die schlechte Promotion. Zu wenig Werbung, zu kurzfristig. Viele Spieler am Sonntag wären gerne schon am Samstag oder gar am Freitag mal vorbeigekommen, erfuhren jedoch erst am Samstagabend vom Con.

Zu wenige Spielrunden war ein weiterer Kritikpunkt. Vielleicht nicht für den Samstag, jedoch der Samstagabend oder der Sonntag auf jeden Fall.

Nun mit mehr Werbung könnten wir natürlich auch mehr Leute zum Con bekommen und damit wahrscheinlich auch mehr Spielrunden. Nur wie kriegen wir sie alle auf den Freitag, der ja sehr ruhig war, oder den Sonntag?

Viele störten sich auch an den unverbesserlichen Rauchern, welche gerade im Erdgeschoß die Luft ziemlich verpesteten.

Viel mehr wurde allerdings nicht kritisiert, zumindest nicht laut genug um an die Ohren der Redaktion zu gelangen!

Jörg, unser Vereinsvorsitzender äußerte sich zufrieden über die Besucherzahlen und die ruhige Stimmung, wohl weil der Con über drei Tage ging. Gleichzeitig fielen ihm aber auch viele Verbesserungsvorschläge ein: "Nächstes Mal benutzen wir bunte Eintrittskarten. Auch müssen wir die Helfer eher in Schichten als nur auf Tage einteilen, damit nicht so wie letzte Nacht Markus ganz alleine dasteht (danke, Markus). Ich muss auch sicherstellen, dass nicht noch andere Veranstaltungen laufen, wie die Elternschule. Der Durchgangsverkehr stört. Natürlich müssen wir mehr Werbung machen, besonders die Internetseite früher aktualisieren. Weniger Suppe, mehr Hotdogs, mehr ConNews!

Abschließend bleibt noch zu sagen: Diese Con-Therapie sollte der Verein vielleicht öfter machen! Seit dem Adventure Con kommen die Leute am Donnerstag wieder in den Verein. Es gibt mindestens vier Spielrunden und man hörte sogar den Spruch: "Wir haben einen Meister, jetzt brauch wir nur noch Spieler…!"

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