Conbericht: NordCon 2001

Aus SDNV
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wow, größer ging es ja kaum noch. In einem Radiobericht wurde der NordCon kurzerhand als größte Fantasy-Messe in ganz Deutschland bezeichnet.

Und es war ja auch gigantisch. Hier war wirklich für jeden was zu finden und wer nicht dort war hat auf jeden Fall etwas verpasst. Aber immer der Reihe nach.

Für Kartenspieler wurde nicht nur Standard-Magic, Diskwars und Pokémon (ächz) sondern auch weniger verbreitete wie Babylon 5, Star Trek und Vampire.

Die Tabeltopler wurden mit Warhammer, Batteltech und Bloodbowl (auch in der Live-Version) verwöhnt.

Rollenspieler wurden mit einer wahrlich breiten Auswahl von Systemen verwöhnt sogar so ungewöhnlichen wie Heavy Gear, Pokéthullu und StarTrek (mal wieder eine neue Version) Während die Kartenspieler sich im großen Saal drängelten und die Tabeltopler sich im Schlachtenraum sammelten waren die Rollenspieler über das ganze Gelände verteilt. Der Joker war dabei wohl die zusätzlich angemietete Villa in der einige Runden sogar Räume ganz für sich alleine hatten und man auch die ganze Nacht durchspielen konnten. Die Niete bildete dabei die Kombüse mit mieser Akustik, starkem Durchgangsverkehr und Platzmangel, als auch noch die vertriebenen Gruppen aus der Grotte hinzukamen.

Die Liverollenspieler hatten in ihrer, ja man muss fast schon Zeltstadt sagen, wohl den meisten Platz, ob sich wegen des starken Publikumsverkehrs überhaupt ein vernünftiges Spiel machen ließ, ist zu bezweifeln. Auf jeden Fall sorgte sich mit Gewandung und Showkämpfe für ein tolles Flair besonders durch die Live-Musik. Aber das besondere Highlight war wohl die Unmenge an Workshops, Vorträge, Probespiele und Stände.

Von vielen Systemen fanden Spieleschreiber und Redaktionsmitglieder ein um Fragen zu beantworten, Neuheiten vorzustellen und Vorführrunden zu spielen (Midgard, D&D, Deadland, Earthdawn...) . Aber auch handfeste Tipps fürs Rollenspiel z.B. ein Workshop fürs Geschichten erzählen, Schminken und Maskenbildern für die Live-Rollenspieler oder "wie bringe ich die Spieler zum Abenteuer?! Man hatte es echt schwer sich loszureißen und sich eine Spielrunde zu suchen.

Auch die Nacht bot den nimmermüden einiges. Zum einen konnte man in der Villa weiterspielen oder in der Zeltstadt. Aber wer dann genug vom spielen hatte zog auch weiter zum Headbangers Ballroom (nein, nicht alle Rollenspieler sind Metal-Freaks) zur Mittelalterlichen Musiknacht oder ins Audimax gönnte sich noch Sleepy Hollow. Muss ich noch das Vampire-Live erwähnen?

Aber wie auf jedem Con gab es auch ein paar Schwächen und Haken. Natürlich war es wunderbar, dass Leute aus ganz Deutschland und damit auch viele alte Bekannte kamen., aber fast eine Stunde anstehen um hineinzugelangen und sich dann durch eine riesige Traube zur Infowand durchzukämpfen war schon grausam zumal bis dahin viele Runden voll waren. Auch fielen viele Runde aus, weil der Spielleiter nicht erschien. Daher wäre die Lösung von Hannover ("erst wenn sich der Spielleiter anmeldet, hängen wir die Runde aus") deutlich intelligenter. Auch wurden viele Tische doppelt belegt, ganze Räume geräumt und Gruppen umplatziert.

Das Essensangebot war in Ordnung aber meist kalt oder teuer.

Auch war es gerade im Bereich der Stände so voll und überlaufen, dass man kaum passieren geschweige denn in Ruhe das Angebot beschauen konnte. Wer also keine Menschenmassen mag, sollte zuhause bleiben ansonsten war es toll!!!! Im Ganzen braucht die Convention wohl wieder eine Anlaufzeit - im Vergleich zur letzten Convention im Curio- Haus!

Meine Werkzeuge