Gebrüder Holzapfel

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[bearbeiten] Ereignisse

Nun, wie mir scheint bin ich es, der dafür verantwortlich ist unsere Geschichten zu erzählen. Sicherlich wäre Lesandero der bessere Poet, aber leider gehört er nicht zu den fleißigsten Schreibern. Ich möchte mit unsere Geschichte Ende 1027 BF mit den Angriff der fliegenden Festung beginnen. Wir kannten uns damals noch nicht, hielten uns aus ganz unterschiedlichen Gründen der Reichsmetropole auf. Ich hatte einen Monat zuvor meine Walz angefangen und dachte Gareth müsste mein erstes ziel sein. Ich hatte schon viel von der Stadt gehört und konnte nicht glauben, dass es einen Ort geben sollte, an dem mehr Menschen lebten als in Punin (im Laufe der Jahre sollte ich noch einige Orte kennenlernen, an denen mehr Menschen lebten als in meiner Heimat). In den letzten tagen vor unserer Flucht konnte man überall in der Stadt Gerüchte hören, dass die Stadt Wehrheim, deren Namen ich nie zuvor gehört hatte, völlig dem Erdboden gleichgemacht wurden sei. Ich konnte dies nicht glauben. Eine ganze Stadt vernichtet? Nur drei Tage später sollte ich eines anderen belehrt werden. In der Nacht wurde die Stadt heimgesucht von einem riesigen toten Drachen. Ich hatte ihn nicht gesehen, aber ich hielt es für ein Zeichen, die Stadt möglichst schnell zu verlassen. Ich schloss mich einer Gruppe von Flüchtlingen an und am Morgen vor dem Angriff waren wir aus der Stadt. Aus der Entfernung sahen wir die Rauchsäulen aufsteigen. Jahre später sollten wir die Hauptstadt wieder besuchen, aber das ist eine andere Geschichte. Meine Reisegesellschaft war sehr bund durchmischt. Zum einen war da ein zwergischer Traviageweihter, Alberik, der eine Schar von Kindern nach Angbar bringen wollte. Selim war eine junge und hübsche Kriegerin, die einen Händler als Leibwache begleitete. Und dann war da noch Lesandero, ein horasischer Straßenmaler. Wir verstanden uns alle ganz gut und so verlief die reise die ersten Tage recht ereignislos. Dann sollten wir eine weitere wichtige Person für unser Leben kennenlernen: Ulmian, einen Apothekarius aus Angbar. Wir retteten ihm sein Leben vor einigen Untoten. Besser gesagt wir retteten unser Leben vor diesen und seines gleich mit.

Nach einigen Wochen Reise hatten wir Angbar fast erreicht, als wir auf der Straße eine kaputte Kutsche sahen. Zu allem Überfluss wurden die Besitzer der Kutsche auch noch von einer Gruppe Straßenräubern bedroht. Nun würde es mir fern liegen zu behaupten, dass unser Anblick die Straßenräuber dazu bewegt hätte zu fliehen, aber tatsächlich bewirkte unsere Anwesenheit, dass die Straßenräuber friedlich von dannen zogen.

Bei den Kutschenbesitzern handelte es sich um eine Gruppe von Zwergen angeführt von der stattlichen Palaxa Holzapfel. Aus Dankbarkeit lud sie uns zu dem Geburtstag ihres Ur-Urgroßvaters ein. Wir sagten zu und fanden uns nur einige Stunden später umgeben von unzähligen Zwergen wieder. Die Familie Holzapfel, allesamt in der Möbelherstellung, sollte sich als sehr freundlich herausstellen, hatte aber auch ein großes Problem: die beiden Familienoberhäupter, das 444-jährige Geburtstagskind Pagolax und sein jüngerer Bruder Olberasch haßten sich nun schon die letzten 300 (!) Jahre lang. Keiner wußte mehr waren und eigentlich wäre es uns auch egal gewesen... wennn Bruder Alberik nicht gewesen wäre. Ein solches Familienverhältnis musste natürlich wieder klargestellt werden.

So verbrachten wir die ganzen Feierlichkeiten damit in der Vergangenheit umherzuforschen, um heruaszufinden, warum die beiden eigentlich streiteten. So richtig wusste das aber keiner mehr. Nach unzähligen falschen Spuren hatte Alberik irgendwann den richtigen Riecher und wir stießen auf die Zwergenfrau Magrina Holzapfel, eine Zwergin aus Angbar. Beide hatten sich wohl vor 300 Jahren in diese verliebten und redeten seit dem nicht mehr miteinander. Die besagte hatte schon lange einen anderen geheiratet und lebte glücklich in Angbar. Wir suchten sie, fanden sie und überredeten sie zu den Feierlichkeiten zu kommen, was sie auch gerne tat.

Tatsächlich sollte unser Plan funktionieren und die drei versöhnten sich. Die Feierlichkeiten wurden kurzerhand nochmal verlängert und wir hatten noch viel Spaß.

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