Mumien, Geister und andere Untote

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Untoten und Geisterwesen aus den bekannten Rollenspielsystemen. Natürlich kann er nicht vollständig sein und erhebt auch keinen derartigen Anspruch, denn gerade der Übergang von Geistern zu Dämonen oder Elementarwesen ist fließend. Zudem kommt noch eine verwirrende Bezeichnung in den Legenden, wie zum Beispiel die Feengeister und Waldgeister. Genauso lassen wir das Kapitel der Vampire außen vor, da hierüber so viel Material zusammenkommt, dass man damit eine ganze Ausgabe des "Kobold" füllen könnte.

Beginnen wir mit den Königen unter den Untoten: den Mumien. Bekannt als aufwendig einbalsamierte, hoch-herrschaftlichen Pharaonenkönige und berühmt geworden als Toilettenpapierumwickelte Zombies aus den B-Movies der Fünfziger. Im Rollenspiel gelten sie als mächtige Untote, die teilweise sehr gerissen sein können. Sie übertragen Krankheiten und einige können Flüche über ihre Feinde aussprechen. Alle Mumien sind äußerst feuerempfindlich und hassen bis auf wenige Ausnahmen alles Lebende.


"Midgard" unterteilt die Mumien in drei Unterarten:

  • Der Schu-Imumet, die leere Mumie. Dies ist ein belebter mumifizierter Leichnam, der nicht viel besser ist als ein guterhaltener Zombie.
  • Der Ib-Imumet, die Herzmumie. Ihr wurde beim Einbalsamierungsritus das Herz nicht entfernt. so wurde die Seele zur ewigen Unruhe verdammt. Ein solches Verfahren wurde meist nur an Verbrechern der übelsten Sorte angewandt. aber auch einige freiwillige Wächter hoher Fürsten waren zu diesem Opfer bereit.
  • Der Ankh-Imumet, die Lebensmumie. Personen, die bei lebendigem Leibe mumifiziert worden sind werden zum Grauen aller Grabräuber, da sie höchst intelligent und zum Teil auch zauberfähig sind.

Des weiteren sei noch erwähnt, dass es auch natürlich Konservierungsmethoden gibt, die zu solch unappetitlichen Kreaturen wie den Moorleichen oder den Wüstenzombies führt. Solche Wesen kann man aber eigentlich nicht Mumien nennen, da sie nicht dem Ritus unterzogen worden sind. Und daher sind ihre Kräfte auch eher die von einfachen Untoten wie den Skeletten und Zombies.

Skelette bilden die Grundarmee der Untoten und Nekromanten. Sie kommen eigentlich überall vor und sind schnell in großer Anzahl zu haben. Allerdings sind sie von minimaler bis gar keiner Intelligenz, was es meist erforderlich macht sie von außen mit Magie zu kontrollieren. Skelette sind die belebten Überreste von Mensch oder Tier von dem nur noch die Knochen erhalten geblieben sind. Beispiele besondere Skelette sind der Skelettkrieger oder der Skelettvogel, der belebter Leichnam eines Riesenvogels aus der Urzeit.

Wenn noch Fleischreste und Hautfetzen am Großteil des Wesens erhalten sind, so spricht man von Zombies. Sie sind vom Verhalten und der Intelligenz her genauso wie Skelette einzustufen, also überaus dumm und träge.

Tyrannoswachen (Skelette) und Gruftschrecken (Zombies) zählen wie der Huecuva zu den mächtigeren Untoten deren Hass auf die Menschheit oder andere Totenbeschwörungen verhindern, dass ihre Leichen vergehen. Während die Tyrannoswachen eher passiv sind und ihren untoten Zustand als Wächter verbringen und die Gruftschrecken in Katakomben und Hügelgräber verblieben, wandeln die Huecuva umher und können sogar eine harmlos menschliche Gestalt annehmen um ihre Opfer in Sicherheit zu wiegen.

Aus mysteriösen Gründen entsteht aus einer Leiche ein Nachtmahr Er ist eine erschreckende Gestalt mit Hautlappen zwischen Armen, Körper und Beinen. Sie versuchen ihre Opfer zu umschlingen und in ihre Häute einzuhüllen. anschließend verdaut der Nachtmahr sein Opfer. Am Ende lässt er die Überreste und Knochen zu Boden fallen.

Ein ganz ähnliches Monster ist der Nachtschleicher, der allerdings in die Träume seiner Opfer eindringt und sich von dem Astralleib seines Opfers ernährt.

Der Ghul ist wohl eines der verabscheuungswürdigsten untoten Geschöpfen. Ehemals ein lebender Mensch hat sein Hunger nach Menschenfleisch ihn zu seinem untoten Zustand verdammt. Die meisten Ghule sind Überträger von solch schrecklichen Krankheiten wie der Leichenfäule. Andere wiederum besitzen ein lähmendes gift, damit sie ihre Opfer bei lebendigem Leibe verspeisen können.

Der Nekrophag von "Talislanta" ernährt sich allerdings nur von Aas und geht einem Kampf eher aus dem Wege. Wird ein Tier von einem Ghul getötet, so kann daraus ein Garst entstehen. Vom Anblick ist es eine Mischung aus Känguru und Hyäne und ihr Hass auf alle Untoten ist noch größer als ihre Abneigung gegen lebende Wesen.

Bei "MERS" gibt es noch den Muhlipp, einen Ghul, der in Marschen und Sümpfen lebt und die Reichtümer der Getöteten hortet. Muhlipps sind meist in Gruppen organisiert.

Der mächtigste aller untoten Wesen ist wohl unbestritten der Lich, auch Todesfürst oder Todloser genannt. Eines bleibt bei allen gleich: es sind Zauberer, die mit einem grausamen Ritual, bei dem einem anderen Menschen die Lebenskraft entzogen wird, dem Tod zu entrinnen trachten. Ihr Leben setzt sich allerdings auch nicht mehr fort. Stattdessen beginnen sie zu verwesen wie andere Verstorbene auch. doch ihr Verstand bleibt hellwach und sie können auch weiterhin ihren magischen Künsten nachgehen. Einen Lich zu täten bzw. zu zerstören ist sehr schwer und äußerst riskant, denn nur die mächtigsten Zauberer sind in der Lage das Zauberritual zu bestehen und den untoten Zustand zu erreichen. Bei vielen klappt der Zauber nicht und sie sind dazu verdammt zwischen Leben und Tod als Geist, Schattenhexe oder Erzschatten zu verweilen. diese Wesenheiten gehören allerdings zu den ätherischen Untoten, den Geisterwesen.

Das harmloseste Geisterwesen, das es gibt ist wohl die Erscheinung. Sie ist durch einen besonders grausamen oder ungewöhnlichen Tod gestorben und müssen ihre letzten Handlung und den Akt des Sterbens immer und immer wieder als Geistergestalt durchleben.

Irrlichter sind die Geister im Moor Versunkener. Sie sind ähnlich harmlos wie die Erscheinung, doch ihr unirdisches Licht lockt immer wieder Wanderer in die Irre oder gar in einen Tümpel oder Sumpf. Teilweise wird den Irrlichtern auch eine hypnotische Wirkung nachgesagt, mit der sie ihre Opfer anlocken.

Geister und Gespenster zählen ebenfalls zu den weniger gefährlichen Geisterwesen, obwohl sie die Lebenden attackieren. Geister, sagt man, wären nebulöse Gestalten mit leuchtenden Augen und Gespenster durchscheinende Abbilder von demjenigen, der sie einst waren. Schreckgespenster versuchen ihre Opfer zu Tode zu erschrecken, doch die meisten Geister versuchen den Lebenden ihre Lebensenergie abzusaugen.

Schattenunholde oder Schatten sind nur noch als schattenhaftes Abbild an der Wand zu sehen. Schattenunholde begehren nichts mehr als einen Körper und entziehen daher ihren Opfern zu Substanz. Ein so getötetes Wesen wird selbst zu einem Schatten.

Der nächtliche Würger ist wahrscheinlich auch ein Geist. Er besteht genauso wie der Vorl aus Nebel und erwürgt seine Gegner. Der Vorl dagegen entzieht seinen Opfer alle Flüssigkeit und hinterlässt ausgetrocknete Leichen.

Der Poltergeist ist ein unsichtbares Wesen, dessen ruheloser Geist die Lebenden mit bösartigem Schabernack quält. Der Poltergeist kämpf indem er wie ein Wilder irgendwelche grad vorhandenen Gegenstände in der Gegend herumwirft. Sie sind nur schwer zu vertreiben, da sie keinerlei Physis besitzen und unsichtbar sind. Ein Seemann nennt den Poltergeist auch Klabautermann.

Die Spukgestalt oder kurz der Spuk sind die bösartigen Reste eines Verstorbenen der einen Schwur brach. Nun suchen sie mit Gewalt Rache am Leben selbst und zerfetzen jeden, der ihnen zu nahe kommt.

Die gebundene Seele bleibt im Hier und Jetzt um einer unvollendeten Aufgabe nachzugehen. Da sie sich nicht weit von ihrem Todesort und der Leiche entfernen kann, versucht die geisterhafte Gestalt vom Körper eines Lebenden Besitz zu ergreifen, um ihre Tat doch noch durchzuführen.

Der Grabgeist oder der Grabunhold ist die ätherische Form eines längst Verstorbenen, den es nach dem Leben, Reichtum und Macht gelüstet. Habgier und Verlangen nach dem Leben lässt ihn Vorbeikommende angreifen. Man sagt, die Lebensenergie ließe den Grabgeist seine unnatürlichen Zustand aufrecht erhalten.

Ein etwas ungewöhnlicher Geist ist der Totengeist. Er entsteht an Leichen, die von einem Geisterwesen besessen waren, als sie starben und der Geist es nicht geschafft hat im Tod den Körper des Besessenen zu verlassen. Je nach Zustand der verwesenen Leiche erscheint er als Zombie, Skelett und zuletzt als Geist.

Phantomtänzer sind von einem Dämon verdammt worden, auf ewig als Geisterwesen zu spuken, den Kontakt zu Lebenden zu suchen, aber unfähig zu sein mit ihnen zu kommunizieren. Alles was ihnen bliebt ist einem Lebenden zu einem Tanz zu zwingen, bis dieser stirbt oder dem wahnsinnigen Geist etwas Milderung seiner Qualen verschafft.

Geister, die durch einen bösen Zauber an ein Artefakt gebunden wurden nennt man Schatten der Nacht. Bei Tolkien werden sie Nazgul oder Ringgeister genannt. Es sind die mächtigsten Geisterwesen und zumeist mit wertvollen magischen Waffen und Rüstungen bestückt. Ein Ringgeist ist nur zu töten, wenn man das Artefakt an das er gebunden ist zerstört. Dem mächtigsten aller Ringgeister wurden allerdings prophezeit: "Kein lebender Mann kann dich vernichten." Er wurde von einer Frau besiegt.

Als letztes wäre da noch die Todesfee oder auch Banshee genannt. Die Banshee ist ein Geist eines bösen Elfen/Elfe. Ihre Totenklage ist ein unirdisches Heulen, das sich auf Lebende tödlich auswirken kann. Banshees sind schwebende leuchtende Geistwesen, die in wallende Kleider gehüllt sind. Von der einstigen Schönheit der Elfen ist meist nicht mehr zu sehen. Die Gesichtszüge sind meist eine Maske von Schmerz und Pein.

Alles in allem sind die Untoten körperlich zumeist durch einen Zauber erschaffen worden, wohingegen die Geisterwesen zum Großteil durch Flüche, Verdammnis oder ungewöhnliche Umstände daran gehindert werden ins Totenreich einzuziehen. Jedes einzeln aufgeführte Wesen könnte sicherlich noch viel genauer beschrieben werden, genauso wie es mit dem Draug, dem Schemen, dem Todesalb und dem Halbleichnam noch viele weiter unnatürliche Kreaturen gibt. Auch die fernöstlichen Wesen wie die Jademumien und das Langhaargespenst oder die Wüstenwesen wie der Marab und der Kel-es- Suf, der Sandteufel können gerade mal erwähnt werden.


-cp-

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