Spider-Man

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Spider-Man ist heute DAS Vorzeigeobjekt des Marvel-Verlages. Wer an Marvel denkt, denkt an Spider-Man. Dabei war seine Erschaffung gar nicht so einfach.

1963 kam Stan "The Man" Lee die Idee zu so einem Spinnenhelden und er diskutierte sie mit Jack "King" Kirby. Jack entwarf daraufhin eine Figur und zeichnete wohlmöglich auch die ersten Seiten einer Story. Aber Stan war der Meinung, dass der Held zu heldenhaft war und zu gut aussah. Deshalb wandte er sich an den Zeichner Steve Dittko, und zusammen erschufen sie Spider-Man und Peter Parker. Als Stan seine Idee dann seinem Chefredakteur vortrug sagte dieser:

"Das klappt nie, Stan. Erstens: dein Held ist ein Spinnenmann. Kein Mensch mag Spinnen, jeder haßt sie; zweitens: Peter Parker ist ein Teenager. Keiner kann einen Helden respektieren der noch nicht einmal erwachsen ist und drittens: dein Held hat Probleme, wer will schon einen Superhelden mit Problemen."

Dennoch erschien im August 1963 in Amazing Fantasy #15 die erste Geschichte von Spider-Man. Es folgten 5 weitere ohne große Reaktion seitens des Publikums. Doch als danach die Serie eingestellt wurde überschwemmte eine wahre Flut von Leserbriefen die Marvel-Redaktion. Mit nur 6 Stories hatten Spider-Man und Peter Parker sich in die Herzen der älteren aber auch der jüngeren Fans geschwungen. Es kam die Serie "The Amazing Spider-Man" Peter Parker ging noch zur Schule und er blieb der Bücherwurm; das Kostüm und seine neuen Fähigkeiten halfen ihm nicht seine normalen Probleme zu lösen, ganz im Gegenteil. Dadurch konnten sich viel mehr Leser mit diesem normalen Helden identifizieren.

Auch Spider-Mans flotte und witzige Sprüche, besonders wenn es richtig ernst wurde, waren völlig neu. Sie machten den Helden viel sympathischer als die ernsten erwachsenen Helden. Sein Lieblingssatz war: "Ich bin die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft!"

Überhaupt hatten Stan Lee und Steve Ditko den Vorteil Spider-Man gleich den Zeitgeist der 60er Jahre einhauchen zu können. Viele etablierte Helden scheiterten an der neuen, aufsässigen Generation. Viele Dinge wie der Vietnam-Krieg oder auch Schwierigkeiten mit der Polizei, Drogen, Ärger mit der älteren Generation wurden in "The Amazing Spider-Man" verarbeitet.

Alle wichtigen Hauptcharaktere wurden in den ersten 38 Ausgaben von Stan und Steve erschaffen: Tante May, der Zeitungsverleger J.J. Jameson, Peters langjähriger Rivalen Flash Thompson, die wichtigsten Gegner Doctor Octopus und der Grüne Kobold.


Dann verließ Dittko die Serie. John Romita übernahm die Zeichnungen und eine Co-Autorenschaft. Die Geschichten wurden gradliniger, und es wurden neue Figuren eingeführt: Mary Jane Watson (es dauerte bis in das Jahr 1987 bis die beiden ein Paar wurden) und den größten Boss der Unterwelt, den Kingpin.

Auch wurden die Zeichnungen um Längen besser. Der Stil war eleganter, das Minenspiel der Personen wurde hervorgehoben und die Bilder besaßen mehr räumliche Tiefe.

In den 70er wurde es richtig hart. Weder Stan Lee noch sein Nachfolger Gerry Conway hatten Skrupel beliebte Nebenfiguren zu töten, z.B. Peters Freundin Gwen. Zu Gwens Tod ist zu sagen, dass Stan Lee dabei völlig unschuldig ist. Er war für längere Zeit nach Europa gereist und hatte Conway alles überlassen. Als er wiederkam war es zu spät. Er meinte dazu: "Ich wollte gar nicht dass sie stirbt. Peter und Gwen sollten glücklich werden und heiraten. Aber es gab nichts mehr war ich tun konnte!"

Aber gerade diese Verluste machten die Serie lesenswert. Jeder hat schon mal jemand verloren, der einem sehr nahe stand. Die Serie kam sogar so gut an, dass zwei Ablegerserien des Netzschwingers produziert wurden: "Web of Spider-Man" und "Peter Parker, the Spectacular Spider-Man". Damit wuchs auch die Riege der produzierenden Künstler: Chris Claremont (übernahm später X-Men), John Byrne, Sal Buscema…

Die Serien nahmen so ihren Fortlauf. Immer wieder kämpfte Spider-Man gegen neue und alte Gegner, es gab viele Crossover-Abenteuer mit anderen Superhelden wie Wolverine, Captain America, X-Men usw. Die Zeichenstile begannen arg zu variieren von gestochen scharf bis zu verwischten Schemen was der Serie nicht gut tat. Überhaupt machten es die verschiedenen Serien, dazu noch einige Jahresausgaben (sog. Annuals) und viele Sonderserien, z.B. Secrets Wars I und II (ein gewaltiges Crossover aller Superhelden und Schurken in einer anderen Galaxie), es dem Leser sehr schwer eine kontinuierliche Geschichte zu bekommen.

In den 90er wurde es dann richtig kompliziert. Todd McFarlane, ein hochbegabter Zeichner, durfte eine eigene Serie heraus bringen mit dem schlichten Titel: "Spider-Man". Es kamen noch mehr Autoren und Zeichner dazu und fast jedes Heft sah anders aus.

Im Bemühen die Verkaufszahlen noch zu steigern fing Marvel an, in den Spider-Serien große Ereignisse zu präsentieren. Die Cover wurden durch Spezialfolien und besondere Drucktechniken aufgewertet. Alte Serien wurden eingestellt und rasch durch neue ersetzt. Altgediente Figuren erfuhren große Veränderungen, einige wurden sogar umgebracht.

Und um das Chaos perfekt zu machen begann die Klon-Saga. Es gab mehr als drei verschiedene Peter Parkers mit Spinnenkräften, einige wie der echte, andere entstellt oder verrückt. Auch als Leser wurde man dabei völlig überfordert.

Das sah Marvel auch ein. Hinzu kam, dass der Verlag kurz vor dem Bankrott stand. Also stampfte man alle Serien ein und begann anlässlich des neuen Millenniums noch einmal ganz von vorne.

Es gab nur zwei Serien: "The Amazing Spider-Man" und "Peter Parker, Spider-Man" von Howard Mackie, John Byrne und John Romita Jr.

Zum einen wurde das normale Leben von Peter Parker beschrieben, der mal wieder versucht das Kostüm an den Nagel zu hängen, zum anderen wurde besonders für die jüngeren Fans die Entstehungsgeschichte von Spider-Man erneut erzählt. Länger, detaillierter und auch etwas anders. Aber auch dieser Neustart riss die Fans nicht sonderlich vom Hocker, zumal viele alte Gegner wieder auftauchten. Das ganze hatte etwas eines Direktor's Cut an sich: einiges ist neu aber eigentlich kennt man alles.

Also versuchte man es noch mal. Diesmal sollte es etwas ganz neues sein. Und der Autor Brian Michael Bendis fing ganz vorne bei seinen Änderungen an. Dabei orientierte er sich auch stark an dem gerade noch im Entstehen begriffenen Kinofilm. Die Geschichte ist nahezu identisch. Für die älteren Leser so wie mich ist es eine gewaltige Umstellung, für jüngere Leser aber ideal. Zumal die Original-Serie "The Amazing Spider-Man" noch weiter läuft. Hinzu kam auch noch die Serie "Spider-Girl", in der die Tochter von Peter Parker und Mary Jane im Teenager-Alter die Kräfte ihres Vaters in sich entdeckt. Zum Glück spielt das ganze in einer Parallelwelt. Dadurch wird das Chaos nicht größer.

Die Geschichte

Peter Parker war ein junger schüchternder unbeholfener Teenager. Er lebte bei seiner Tante May und seinem Onkel Ben, die ihn aufzogen wie einen eigenen Sohn. Seine Eltern starben bei einem Flugzeugabsturz als er ein Jahr alt war.


Peter hatte gerade sein letztes Jahr an der Highschool angefangen. Er war ein Bücherwurm, ständig mit den Gedanken woanders und Klassenbester. Natürlich wurde er von allen gehänselt, allen voran von Flash Thompson. Statt mit den anderen auf eine Party zu gehen schaute er sich eine wissenschaftliche Vorführung an. Dummerweise geriet unbemerkt eine Spinne in einen radioaktiven Strahl. Sterbend biss das Tier Peter. Erst war er nur erschrocken, dann wurde ihm übel. Er lief beinahe vor ein Auto, doch in letzter Sekunde sprang er beiseite - 10 Meter die Hauswand hoch. Völlig verwirrt begann er seine Kräfte zu testen.


Er konnte an Wänden und Decken kleben und laufen wie auf ebener Erde. Wenn er kleben wollte, klebte er - was zur Folge hatte das Gegner die Wand mit ihm einrissen anstatt ihn davon runter zu ziehen. Außerdem war er erstaunlich wendig, geschickt und schnell. Er ist ungefähr vierzig mal schneller als ein normaler Mensch. Dazu kommt noch eine enorme Stärke - ein Gewicht von 10 Tonnen ist jedoch meistens die Obergrenze. Aber am erstaunlichsten ist sein Spinnensinn. Dieser sechste Sinn warnt Peter vor Gefahren jeder Art. Ob es die Faust eines Gegners ist, der falsche Draht beim Entschärfen einer Bombe oder einfach nur die nächste Wand in stockfinsterer Nacht. Später stellte Peter auch noch einen erhöhten Heilfaktor fest. Ein gebrochener Arm heilte binnen einer Woche, normale Wunden erheblich schneller.


Peter nahm mit Maske an einem Catcher-Wettbewerb teil und baute sich eine kleine Karriere auf. Er nähte sich das erste Spider-Man- Kostüm und entwickelte seine Netzstrahler. Leider wurde er mit dem Kostüm auch etwas arrogant. Als ein Polizist ihn aufforderte einen flüchtigen Dieb festzuhalten, ignorierte er es. Mit schrecklichen Folgen. Als er am Abend nach Hause kam war sein Onkel Ben tot - erschossen von einem Einbrecher. Rasend vor Wut begab sich Peter zum ersten Mal auf Verbrecherjagd. Als er den Täter stellte war es zu seinem großen Schock jener Dieb, den er laufen ließ. Dieses Trauma wurde er nie wieder los. Es prägte Peters und Spider-Mans Handeln für immer. Er wusste nun was sein Onkel gemeint hatte: "Mit großer Macht kommt große Verantwortung."


Und nun wurde Peters Leben wirklich kompliziert. Er war ständig auf der Jagd nach Verbrechern und im Kampf mit Superschurken wie dem Grünen Kobold, Doctor Octopus oder dem Geier. Dazu mußte er noch seine geheime Identität schützen. Das war zum einen wichtig um seine Tante vor einem Schock zu schützen, aber auch vor Schurken die ihn damit erpressen würden (wie es später der Grüne Kobold tat). Zum anderen war da aber auch noch J.J. Jameson, der Herausgeber des "Daily Bugle". Dieser mochte keine Superhelden und hatte einen unerklärlichen Hass auf diesen neuen, jugendlichen und frechen Helden und hetzte permanent gegen Spider-Man. Für jedes Verbrechen machte er ihn verantwortlich, so dass Spider-Man nicht nur von der Polizei gesucht wurde sondern auch immer wieder andere Superhelden von seiner Unschuld überzeugen musste. So gejagt von Freund und Feind hatte Peter immer noch mit den alltäglichen Sorgen fertig zu werden. Durch den Tod von Onkel Ben war kaum noch Geld im Haus. Peter kam schließlich auf den Gedanken Fotos seiner Kämpfe an den "Bugle" zu verkaufen. Dieses sicherte den Lebensunterhalt von sich und seiner Tante zumindest etwas, setzte ihn aber auch immer wieder unter Druck, Schurken zu suchen und zu fangen um so an Fotos zu gelangen was viel Zeit in Anspruch nahm.


Mit den Kämpfen wuchs sein Selbstvertrauen, er begann sich sogar mit Flash anzufreunden welcher ironischer Weise einen Spider-Man-Fan-Club leitete. Von seinen Fans und Freunden wurde Spider-Man jezte auch schon "Spidey" genannt. Peter aber hielt man für einen Feigling - er rannte in gefährlichen Situationen immer weg.


Die Highschool absolvierte er mit dem besten Ergebnis der Schulgeschichte und erhielt auch ein Wissenschaftsstipendium an der Empire State University. Zur Verleihung des Abschlusszeugnis kam er allerdings fast zu spät - er war in einem Kampf. Im College ging das komplizierte Leben weiter, zumal er noch mehr zu lernen hatte und noch mehr Geld brauchte, weil Tante May mehrfach ins Krankenhaus musste. Abgelenkt durch diese ganzen Probleme hatte Peter überhaupt keine Zeit und Nerven auf seine neuen Mitstudenten, woraufhin er gleich als arrogant und unsozial galt, ganz besonders bei der hübschen Gwen Stacy und Harry Osborn.


Erst raufte er sich mit Harry zusammen, dessen Vater ironischer Weise Norman Osborn war , Besitzer eines Chemiekonzerns - und der Grüne Kobold. Harry lud Peter ein mit in seinem Appartement zu wohnen. Zusätzlich zu seinem verzwickten Leben verliebte sich Peter in Gwen und die beiden wurden ein Paar. So blieb Peter neben dem Kampf gegen Superschurken kaum noch Zeit fürs College und seine Noten fielen rapide in den Keller.


Der große Tiefschlag kam mit dem Tod von Gwen Stacy. Der Kobold war hinter Peters Geheimnis gekommen. Er entführte Gwen und beim anschließenden Kampf fiel sie von der Brooklyn Bridge. Peter konnte sie nur noch tot auffangen. Spider-Man stellte Norman Osborn in einem seiner Lagerhäuser und besiegte ihn. Zwar konnte Peter sich gerade noch zurückhalten um den Kobold nicht zu töten, aber der defekte Gleiter des Schurken spießte diesen an der Wand auf. Peter brauchte lange um über Gwens Tod hinwegzukommen, doch er hatte viel zu viele Probleme um zu sehr zu trauern.


Um mit dem Tod seines Vaters fertig zu werden nahm Harry Drogen. Darüber wurde er verrückt und wurde ebenfalls zum Grünen Kobold. Spider-Man konnte ihn zwar besiegen und Harry wurde in ein Sanatorium eingewiesen, aber dadurch verlor Peter auch seine Bleibe in Harrys Appartement. Er brauchte eine neue Wohnung, und da seine Tante inzwischen in einem Altenheim lebte konnte er schließlich nicht zu ihr. Also kamen noch mehr Geldsorgen hinzu. Und dazu die normalen Probleme eines Singles: nichts zu essen im Kühlschrank, Wäsche (inkl. Spider-Man-Kostüm!) beim Waschen eingelaufen, und dann noch die Frauen allen voran Mary Jane Watson.

Sie war die Nichte einer Nachbarin von Tante May mit einer munteren und leichtlebigen Lebenseinstellung. Im Gegensatz zu anderen Frauen zog Gefahr sie eher an. Peter hatte sie ungefähr zur gleichen Zeit kennen gelernt wie Gwen. Zwar kam MJ, wie sie alle nannten, mit Harry zusammen, doch ihre flippige Art ließ sie nie lange bei einem Mann verweilen. Nach Gwens Tod half sie Peter mit ihrer lebensfrohen Art über das schlimmste hinweg. Beide wurden enge Freunde. Peter begann sie zu lieben, doch nachdem MJ seinen Heiratsantrag ablehnte, weil sie sich nicht binden wollte trennten sich ihrer Wege fürs erste. Andere Frauen traten in Peters Leben wie die schüchterne Uni-Angestellte Deborah, andere Studentinnen, die Sekretärin vom "Bugle", Glory Grant, bis schließlich die "Schwarze Katze" seinen Weg kreuzte.


Felicias Hardy war die Tochter des berühmten Fassendenkletterers "die Schwarze Katze". Als dieser erkrankte setzte sie seine Arbeit fort und beging Einbrüche bis Spidey sie stoppte. Sie verliebte sich in ihn - in Spider-Man wohlgemerkt. Sie beschloss ehrlich zu werden und bestahl nur noch Verbrecher, einschließlich Doctor Octopus. Dieser war natürlich stocksauer. Nur mit Spider-Mans Hilfe konnte die Katze gerettet werden. Peter war fasziniert. Noch nie hatte sich eine Frau in seine andere Identität verliebt. Eine die mit ihm in den Kampf zog, zusammen mit ihm über die Dächer von New York turnte und mit der er viel Spaß haben konnte. Sie wurden ein Paar und er enthüllte ihr wer er wirklich war. Leider mochte sie Peter Parker überhaupt nicht. Er sah nicht gut aus, lebte in einem winzigen Appartement und war langweilig. Sie zog das Abenteuer vor.


Im Laufe dieser Zeit hatte Peter auch noch seine Abschlussprüfung an der Universität. Er bestand sie zwar hervorragend, musste sich jedoch eingestehen, dass er keine Zeit und kein Geld für eine Promotion hatte. So legte er seine wissenschaftliche Karriere erst einmal auf Eis.


Ungefähr zu diesem Zeitpunkt wurde Spider-Man zusammen mit anderen Superhelden und Superschurken auf einen anderen Planeten entführt. Ein mächtiges Wesen, der Beyonder, war neu in diesem Universum und wollte Wissen über Gut und Böse erlangen. Daher ließ er dort Schurken und Helden gegeneinander kämpfen. Dabei ging Spideys Kostüm ziemlich in Fetzen. Über eine fremdartige Maschine erlangte er ein neues Kostüm. Es war nicht nur tiefschwarz, auch schien es den Wünschen seines Trägers zu folgen. Wollte Peter essen, so öffnete sich die Maske über dem Mund, brauchte er Alltagskleidung so verwandelte sich das Kostüm einfach, es konnte sogar Gegenstände wie eine Kamera aufnehmen. Wieder zurück auf der Erde entwickelte es jedoch ein beängstigendes Eigenleben. Es stellte sich heraus, das es ein Symbiont war, der nicht bereit war Peters Körper wieder herzugeben. Erst mit Hilfe der Fantastischen Vier konnte er sich davon befreien.


In dieser Zeit hatte die Schwarze Katze eingesehen, dass sie bei Kämpfen gegen Superschurken nicht mithalten konnte und Spider-Man zur Last fiel. Über den Kingpin, einen Verbrecherboss und Erzfeind von Spidey, ließ sie daher ihre latenten Mutantenkräfte verstärken. Sie brachte anderen Pech. Mit der Zeit aber auch ihrem Partner. So trennten sich ihre Wege wieder.

Inzwischen war auch Mary Jane Watson wieder da. Sie offenbarte Peter, dass sie schon seit langem sein Geheimnis kannte. Er war Spider-Man. Dies war der Beginn einer innigen Freundschaft, Liebe, Beziehung, Verlobung, und schließlich heirateten die beiden. Aber bis dahin passierte noch so einiges.


Zum einen waren die Geheimverstecke des Grünen Koboldes gefunden worden. So tauchten Superschurken wie Jack O´Laterne und der Hobgoblin auf. Zum anderen tobte in New York ein gewaltiger Bandenkrieg, in dem diese beiden Superschurken mitmischten. Denn der größte Verbrecherboss, der Kingpin, hatte sich zugunsten seiner schwerkranken Frau zurückgezogen, sein Sohn versuchte seine Stelle zum Guten einzunehmen und andere Gangsterbosse auf dem Niveau von Superschurken wie der Cyborg Silbermähne drängten nach. Und Spider-Man und die Reporter vom "Daily Bugle" waren mitten drin.


Zum anderen war da noch Spider-Mans Ex-Kostüm. Als der Symbiont nach mehreren Anläufen Peter nicht in seine Gewalt bringen konnte, verband es sich mit dem Ex-Reporter und Muskelmann Eddie Brock. Da Eddie ebenfalls aus beruflichen Gründen einen Hass auf Spidey hatte bildeten sie ein gutes Team. Venom war geboren. Es folgten erbitterte Kämpfe unter denen auch Mary Jane zu leiden hatte. Dank dem Alien-Symbionten wusste Brock alles über Peter. Trotz allem hielt Venom sich für einen Beschützer der Unschuldigen und half Leben zu retten. Bei einem Ausbruch aus dem Gefängnis blieben Überreste des Symbionten zurück, die sich dem verrückten Massenmörder Cletus Kasady verschmolzen. Es entstand das Killermonster Carnage, ein Wesen, das so böse war, dass Spider-Man und Venom zusammenarbeiteten um ihn zu erledigen, was allerdings erst nach mehreren Anläufen gelang. Danach stellte Venom auch seinen Hass auf Spider-Man ein.


Der nächste Tiefschlag folgte. Tante May starb. Allerdings enthüllte sie Peter, dass sie immer von seinem Tun als Spider-Man gewusst hatte. Doch schon tauchte das nächste Problem auf. Peter Parkers Klone.


Während Peters Collegezeit hatte er einen Biologieprofessor namens Miles Warren. Dieser experimentierte mit Klonen. Da er hoffnungslos Gwen Stacy liebte gab er Spider-Man die Schuld an ihrem Tod. Er erschuf sich selbst als Schakal neu ebenso wie er aus einigen Blutproben Gwen neu leben ließ und einen zweiten Spider-Man klonte. Zusammen machten sie Peter das Leben kurzfristig zur Hölle. Doch nach einer Explosion schienen alle drei tot zu sein.


Nur hatte Professor Warren bzw. der Schakal noch mehr Spider-Man-Klone hergestellt, die nun alle nach und nach auftauchten. Der vernünftigste unter ihnen nannte sich Ben Riley und war Peters Ebenbild. Nachdem sie sich zusammengerauft hatten übernahm Ben den Job als Schurkenjäger unter dem Namen "Scarlett Spider" und Peter konnte sich ums fotografieren und seine inzwischen schwangere Frau kümmern. Sie wurden wie Brüder. Doch es folgten noch weitere Klone. Der Mörder Kaine, der erste der Klone, der langsam degenerierte (schlechte Klon-Technik in den 70er Jahren), und zwei völlig verrückte Klone, die jedoch bald zerfielen. Auch Kaine und Ben Riley starben ebenso wie das Baby der Parkers bei der Geburt.


Norman Osborn tauchte wieder auf. Es stellte sich heraus, dass er Schuld an der Klon-Geschichte war, ebenso wie am Tod von Ben und dem Baby. Mit gefälschten Beweisen rehabilitierte er sich von seiner Kobold-Vergangenheit und schob Spider-Man die Schuld zu. Auf Spidey wurde vom "Daily Bugle" ein Kopfgeld in Höhe von 5 Millionen Dollar ausgesetzt und er musste untertauchen.


Spider-Man erschuf sich vier andere Superhelden-identitäten (wie gesagt, es wurde gegen Ende sehr verwirrend für den Leser): Hornet - fliegend mit vielen Gadgets, Ricochet - der hüpfende Scherzkeks, Dusk - dank eines Kostümes aus einer anderen Dimension konnte er mit den Schatten verschmelzen und wurde zum Schrecken der Unterwelt, und letztlich noch Prodigy - höflich, kugelfestes Kostüm und bald ein Liebling der Massen. Zum Glück konnte Spider-Man, äh nein, Hornet, nein Prodigy, egal Peter sich letztlich rehabilitieren und Spidey konnte wieder frei schwingen. Noch ein gutes hatte die Sache: Tante May tauchte wieder auf. Auch ihr Tod war nur von Osborn inszeniert.


Mary Jane wurde es jedoch zuviel, und da Peter nicht aufhören konnte verließ sie ihn für einen Model-Job in Europa. Ihr Flugzeug explodierte jedoch über Latveria, der Hauptstadt des Superschurkenherrschers Doktor Doom. Spider-Man prügelt sich bis dahin durch. Doch keine Spur von ihr. Auch andere Superschurken und Superhelden müssen unter Spideys Wut und Trauer über ihren Tod leiden, z.B. der Hulk. Natürlich taucht MJ wieder auf, doch erst nach vielen Monaten als auch der letzte Leser überzeugt war und auch Peter dass sie tot sei.


Peter und MJ lieben sich zwar noch, leben aber getrennt. Peter arbeitet im Moment an seiner alten High School als Lehrer, kämpft aber auch noch weiter als Spider-Man.


-sw-

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