System:Exalted

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Exalted
Voller Name
  • Exalted
Sprache
  • Englisch
Verlag
  • White Wolf
Erscheinungsdatum
  • ...
Webseite
  • ...

Exalted ist ein neues Fantasy-System von White Wolf, welches sich an die japanischen Animee und Manga anlehnt.

Die Welt ist wunderbar klischeehaft. Im Norden sind die Eisregionen, im Süden die Wüstenregionen, dazwischen viel Wald, der in Richtung Süden in Dschungel übergeht. Im Westen befindet sich der weite Ozean mit ein paar Inseln und Piraten. Allerdings reicht der Ozean wie eine tiefe Bucht weit in den Kontinent hinein und umschließt dabei noch eine gewaltige Insel.

Bis vor 800 Jahren herrschte das Imperium (nein, nicht DAS Imperium) über die Welt. Sie errichteten gigantische Bauwerke wie Türme aus Jade und Glas. Zudem waren sie natürlich fortschrittlicher, reicher, hatten unvorstellbare Fähigkeiten und konnten großartige Magie wirken.

Doch dann zog eine gewaltige Plage über das Land und tötete den größten Teil der Bevölkerung. Nur jeder zehnte überlebte. Es herrschte Chaos und die Kreaturen der Finsternis erhoben sich. Monster, Feen, böse Geister und Untote verbreiteten Angst und Schrecken. Doch die Scharlachrote Kaiserin schlug die Kreaturen mit ihrer Macht zurück. Sie herrscht seitdem und baute das Reich wieder neu auf.


Das Zentrum des Reiches liegt jetzt auf der großen Insel mit der Hauptstadt Imperial City. Die an den Ozean angrenzenden Gebiete auf dem Festland sind für den Schutz tributpflichtig und übernahmen als Provinzen auch die Gebräuche, Religion und das Rechtssystem der Insel.

Das ehemalige Zentrum des Imperiums im Osten des Reiches zerfiel. Die Ruinenstädte und Ortschaften wurden zum Zufluchtsort von Flüchtlingen, Vertriebenen und Leuten, die Siedlungsland suchten. Doch die so genannten Scavenger waren immer noch gefährlich durch wandelnde Tote und Monster, die hier noch vorkommen. Die größte Stadt in diesem Gebiet ist Nexus. In ihr lautet das wichtigste Gesetz: "Du darfst nichts tun was den Handel stört!" Regiert wird die Stadt von der Handelsgilde.


Die Herrschaftsschicht des Reiches bilden die so genannten "Dragonblooded". Menschen, in denen in der Jugend Kräfte erwachen welche von den Elementardrachen kommen. Allerdings kommen nur solche "Erwählten" zum Zuge, die auch aus einem der elf großen Herrschaftshäuser stammen, den Dynastien. Diese Dynastien sind Nachfahren der Scharlachroten Kaiserin, die auch nach 800 Jahren noch herrscht.

Bis vor 5 Jahren. Dann verschwand sie spurlos. Schlagartig fielen viele der Provinzen auf dem Festland vom Reich ab. Die Tribute wurden geringer oder gar nicht mehr gezahlt. Es trat ein vorgeschobener Regent auf, der aber nur dem Namen nach Herrscher ist und die Dynastien regiert.


Nach dem System gibt es nun mehrere Wege seinen Helden zu erschaffen. Zunächst kreiert man einen normalen Menschen, der innerhalb dieser Welt lebt. Dabei gibt es nur Menschen, keine Elfen, Zwerge oder ähnliches.

Da das System wie auch Vampire oder Werwolf von White Wolf ist, bietet sich dem Spieler die Möglichkeit seinen Helden ganz nach Wunsch zu erschaffen. Außerdem ist es auch sehr einfach. Ob es nun eine Spionin für die Händlergilde ist, eine reiche Adlige aus Imperial City, einen Waldläufer aus den Scavenger oder ein Piratenkapitän von den westlichen Inseln - alles ist möglich.

Zusätzlich ordnet man seinen Charakter einer bestimmten Klasse zu: Dawn (Kämpfer), Zenit (Herrschende), Twighlight (Gelehrte), Night (Schurken), Eclipse (Diplomaten). Dies wird jedoch erst relevant, wenn der Charakter sich als "Erwählter" entpuppt bzw. wenn der Held gleich als solcher erschaffen wird.


Durch die Erwählung steigen die Hauptattribute teilweise und der Charakter wird mit übernatürlichen Kräften ausgestattet. Ähnlich wie bei Earthdawn steigern diese Kräfte die natürlichen Fähigkeiten, z.B. kann man weiter springen, mehr Angriffe machen, seine Sinne schärfen, andere leicht überzeugen. Allerdings liegen die Prioritäten beim Erlernen dieser Fähigkeiten bei der Klasse. So lernt ein Dieb (Night) eher Tarnfähigkeiten oder "Flawless Pick Pockets" (Taschendiebstahl ohne dass es jemand bemerken könnte), während eine Diplomatin (Eclipse) eher "Respect Commanding Attitude" lernt (die Leute hören ihr automatisch mit Respekt zu). Es gibt sogar in begrenztem Maße die Möglichkeit Magie zu lernen.

Diese übernatürlichen Kräfte kommen von den Elementardrachen, den höchsten Göttern des Reiches. Je nach Elementar (Feuer, Wasser, Erde, Luft, Wald) bildet sich beim Ausüben der Kräfte ein leuchtendes Symbol auf der Stirn des Erwählten. Meist geschieht dies in der Jugend zum ersten Mal. Z.B. steht ein Mädchen auf einmal in Flammen ohne zu verbrennen.

Meistens allerdings wird der Charakter als ein "Solar-Exalted" (Sonnenerwählter) aufgebaut. Damit steckt man richtig tief im Dreck. Man besitzt zwar bessere Fähigkeiten und besondere Kräfte, aber man wird auch von der herrschenden Priesterschaft gejagt. Denn der Überlieferung und den Aussagen der Scharlachroten Kaiserin nach sind die Sonnenerwählten die Verursacher der Plage und des Chaos. Somit jagt der "Orden der Reinheit" alle, die mit einem solchen Symbol gesehen werden.

Es gibt auch noch andere "Untergötter" - die großen Geister des Waldes, des Meeres usw. Diese Wesen sind durchaus real. So warnen die Geister des Meeres die Fischer wenn in einem Gebiet zu stark gefischt wird oder wenn eine Gefahr droht. Auch glaubt man an die fünf Jungfern wie Merkur und Venus.

Gegner in diesem System sind zum einen die Monster und Untoten, die noch aus der Zeit der Plage übrig sind, zum anderen gibt es noch Feen, wunderschöne aber abgrundtief böse und verderbte Wesen, denen man besser nicht begegnet.

Als Solar-Exalted steht man natürlich auch gegen den Rest der Welt, mit dem Wissen, dass man eigentlich zu den Guten gehört.


-sw-


Ein Einblick in das Leben eines Charakters, der von seiner Erwählung durch Sonne schon etwas ahnt. Hier ein Brief, den die arme Seele auf der Flucht von der Imperialen Insel schreibt:


Geliebter Parul, 28. des Strahlenden Waldes 768

wenn du diesen Brief liest, wirst du meine Lage wohl ein wenig besser verstehen. Obwohl ich ja selbst noch nicht alles verstehe, was mir widerfährt. Ich bitte dich inständig, diesen Brief nach dem Lesen auf jeden Fall zu vernichten. Meister Yusonos vom Orden der Reinheit sprach davon, dass manch einer in der Lage sein könnte, aus der Asche den Brief wieder herzustellen und ihn zu lesen, deswegen musst du ihn verbrennen und die Asche ins Meer streuen, genauso wie ich es mit dem Brief von Meister Yusonos getan habe.

Mein Liebster, ich bin auf der Flucht und weiß nicht mal, wovor ich weglaufe. Wie gern hätte ich dich jetzt bei mir. Ich bin so allein wie noch in meinem Leben zuvor. Keine Eltern, keine Geschwister, keine Lehrer, ja, nicht einmal meine treue Zofe Ijama ist nun bei mir.

Die "Seestolz" hat heute noch vor Sonnenaufgang abgelegt. Dein Freund, Kapitän Ethemos, hat mir zugesichert, dass er auf der Reise nach Chiaroscuro keine weiteren Passagiere an Bord nehmen wird, damit meine Reise nicht vielleicht doch noch irgendwo bekannt wird. Er ist ein lieber, netter Mensch. Ich danke dir dafür, dass du mich zu ihm geschickt hast. Ohne deine Hilfe wüsste ich nicht, was ich jetzt machen sollte.

Oh Parul, mit mir scheinen Dinge zu geschehen, die wir im Reich normalerweise nicht als gut bezeichnen würden. Es geschah bei dem Jagdausflug, den du, mein Bruder Tao, meine Freundin Tjarel und ich zum Sommerhaus meiner Familie machten. Als ich vor dem aggressiven Bären davonrannte, stürzte ich in eine Grube, aber es war keine Fallgrube, die man errichtet hatte, um Tiere darin zu fangen, sondern eine sorgfältig errichtete Grabkammer. Darin war eine Gedenktafel, in Old Realm verfasst, die besagte, dass eine gewisse Shenjai Hearttear diese Kammer ihrem Geliebten Ravick Dragonlord zum Gedenken gebaut hatte, nachdem er hinterrücks von seinen Verbündeten ermordet wurde. Das Lesen dieser Inschrift würde ihre Seelen wieder auferstehen lassen. Da bekam ich ein mulmiges Gefühl, hatte ich doch gerade den Text gelesen, dennoch habe ich mich in der Kammer sehr wohl und geborgen gefühlt. Da war auch noch die Waffe, die dem besagten Ravick zu Lebzeiten gehört hatte, ein zerbrochenes Rapier - aus purem Gold. Du weißt, was das heißt. Pures Gold! Das wird sonst nur von den Verfluchten, den Anathema verwendet!

Beim Sturz hatte ich mir den Fuß verstaucht, so dass ich nicht hinausklettern konnte. Als ihr nach mir gesucht habt, hörte ich eure Rufe, aber meine Antwort drang nicht an eure Ohren, so als ob dieser Ort mich noch weiter bei sich behalten wollte. In der Nacht, die ich in der Kammer verbrachte, hatte ich einen merkwürdigen Traum. Ich erzählte dir ja bereits, dass ich seit einiger Zeit immer wieder an Chiaroscuro, die gläserne Stadt, denken musste. Bei diesem Traum hat es begonnen.

Ich träumte, dass ich Shenjai war, und mit Ravick an Bord der "Golden Seawing" war. Es war der Krieg gegen das Feenvolk, und Ravick war mit seinen Verbündeten auf dem Weg in den Wald, um mit dem Lord der Geister den Pakt für den Kampf zu besiegeln. Doch er wurde hinterrücks ermordet, und seine Klinge müsse in der gläsernen Stadt neu geschmiedet werden.

Ich konnte erst am nächsten Morgen wieder aus der Grube klettern, und ich weiß nicht wie und warum, aber das zerbrochene Rapier habe ich mitgenommen. Vielleicht ist es auch eher so, dass das Rapier mit mir gegangen ist, ich weiß es einfach nicht. Ich habe es natürlich versteckt und keinem von euch etwas davon erzählt. Ich hatte selbst Angst und wusste nicht, was das zu bedeuten hatte, und das weiß ich auch jetzt noch nicht.

Bitte, Liebster, wirf den Brief noch nicht fort und verstoße mich nicht, bevor du nicht den Rest gelesen hast.

Am Abend unserer Rückkehr in Imperial City hat mich Meister Yusonos vom Tempel der Reinheit aufgesucht. Er wollte von mir, dass ich meinen Vater dazu bringe, meine kleine Schwester Arlena, die ja vor kurzem von dem Feuerdrachen erwählt wurde und somit sehr zum Ansehen meiner Familie beitragen wird, in den Tempel zu schicken, um den Orden im Kampf gegen die Anathema zu unterstützen. Er sah mir dabei tief in die Augen, und, oh Parul, ich habe noch nie solche Augen gesehen! Es war, als ob ich in mondloser Nacht in den klaren Sternenhimmel schau. Dann sagte er mir noch, dass ich eine Reise nach Chiaroscuro machen solle, dabei habe ich mich doch eigentlich nur noch auf die anstehende Hochzeit mit dir gefreut.

Ich bin in dieser Nacht lange wach geblieben, da mir die Ereignisse der letzten Zeit noch im Kopf herumgeisterten. Der Jagdausflug, Arlenas Erwählung, und natürlich auch noch das Fest bei meinem Onkel, wo Jurol Mawara getötet wurde und du noch mit meiner Rivalin Shjania Ceof'Rus verlobt warst.

In dieser Nacht überkam mich wieder ein Traum. Ich stand in einer großen Stadt, aber erhöht, auf einer Art Balkon. Unter mir sah ich wehende bunte Papierstreifen. Ich hörte die Jubelschreie der Massen unter mir. Tausende von Menschen flankierten die Hauptstraße aus hellem Marmor. Es war die Kriegsparade der Drachenblüter, angeführt von fünf fliegenden goldenen Kutschen, für jeden Drachen eine, und mitten unter ihnen war Ravick. Eine Stimme sprach zu mir, dass mich ein Abgesandter des Mask of Winter sprechen wolle, und als ich mich umdrehte sah ich nur einen Knaben, einen Geist der Luft, der sich langsam auflöste.

Als ich von Ijama geweckt wurde, hatte ich noch den Satz "Die Klinge muss in der gläsernen Stadt geschmiedet werden" im Kopf. Verstehst du jetzt meinen Wunsch, die Hochzeitsreise nach Chiaroscuro machen zu wollen? Verzeih mir, dass ich dir erst jetzt, wo ich fort bin, von all dem berichte. Ich war mir deiner Liebe noch nicht sicher genug. Und nun, wo ich dir alles schreibe, weiß ich auch nicht, ob ich mir deiner Liebe noch sicher sein kann. Ich wünsche es mehr als alles andere auf der Welt, denn ich liebe dich so sehr wie keinen anderen Menschen.

Doch das ist noch nicht alles. An dem Abend, als uns meine kleine Schwester besuchte, wurde sie von ihrem Mentor, Meister Glorious Way, begleitet. Während des Essens sprach er davon, dass Ruhm schnell über eine Familie kommen kann, aber Unglück noch schneller und in größerem Maße. Dabei ist mir ganz schlecht geworden vor Angst. Denn so langsam bekomme ich das Gefühl, dass in mir andere Kräfte schlummern, Kräfte, die von den Drachenblütern als verflucht angesehen werden, Kräfte, die mich zu ihren Jagdopfern machen.

Ich weiß nicht woher, aber Meister Yusonos scheint dies gespürt zu haben. Sonst hätte er mir durch dich nicht jenen Brief geschickt, in dem es hieß, dass meine Feinde dicht bei meinem Haus seien und ich fortlaufen soll. Ich vertraue ihm. Und das kannst auch du, denn schließlich hat er auch dir vertraut. Ich weiß noch nicht, was er mit den Worten meinte, dass ich mich jetzt noch nicht selbst schützen kann, aber ich werde es wohl mit der Zeit herausfinden.

Mein Liebster, wenn ich in Chiaroscuro ankomme, werde ich mich erst mal auf die Suche nach dem Sohn des Weges machen, so wie Meister Yusonos mir angeraten hat. Den Brief an dich werde ich Kapitän Ethemos geben, er wird schon einen Weg finden, dass du und nur du ihn erhältst. Ich weiß nicht, wie es mir später möglich sein wird, Nachrichten an dich zu senden. Chiaroscuro ist so unendlich weit fort von der Insel und von Imperial City...

Ich bitte dich nochmals, vernichte den Brief, nachdem du ihn gelesen hast. Und erzähle keinem Menschen von seinem Inhalt, mit Ausnahme von Meister Yusonos. Er schrieb ja, dass du mich auf der Reichsinsel besser schützen kannst als hier bei mir. Wende dich an ihn, er wird schon wissen was zu tun ist. Ich vermisse dich, und nur die Drachen wissen, wann wir uns wiedersehen werden. Ich sende dir tausend Küsse.

In nicht enden wollender Liebe,
Deine Sulei

-muv-


Und hier der Einblick in das Leben eines Piratenkapitäns zum Anfang der Kampagne. In seinem Leben geschehen auf einmal Dinge, die so nicht sein sollten.....

Von Jan Moritzen

LOGBUCH CRIMSON LEVIATHAN

18. Aufsteigender Wald

Neunte Stunde: Endlich sind wir wieder in "The Neck" angekommen. Vor 5 Jahren tauchte nun mein Vater hier auf und holte mich aus meinem alten Leben. Ich weiß noch wie viel Spaß ich damals mit meiner Bande hatte, ich glaub wir waren für manche echt ne Plage... Bin mal gespannt ob die noch hier sind und wie es ihnen geht. Ob Athya immer noch so süß ist?

Sechste Stunde nach Mittag:

Athya lebt immer noch bei ihrem Vater, sie hat mich zuerst gar nicht wieder erkannt, ihr Vater wohl schon, denn er behandelte mich gleich als ob ich hier nur Ärger machen würde... Auf jeden Fall hat Athya noch keinen Mann, auch wenn ihre Brüder mir das weis machen wollten, vielleicht bin ich ja noch gerade rechtzeitig gekommen.


Kaum im Hafen habe ich Carram gesehen, er arbeitete hier als Dockarbeiter, noch stärker als damals, habe ihn als 1. Maat angeheuert. Bin gespannt ob das Ärger mit Sian gibt. Auch wenn er dadurch etwas Hilfe als Bootsmann bekommt bedeutet dies erst mal mehr Arbeit für ihn. Ich glaube er hatte auf diesen Posten gehofft.


Carram hat mir erst mal erzählt wie es den anderen ergangen ist. Viele arbeiten jetzt als Fischer. Lejos hat sich zum Kommandanten der Stadtwache gemausert, das hätte ich ihm nie zugetraut, früher war er immer so schüchtern und im Hintergrund. Carram erzählte auch, dass Lejos seinen Posten ausnutzt und hier mit der Stadtwache so seinen Unsinn treibt, Schutzgeld-erpessung und so weiter...


Das ist gar nicht der alte Lejos wie ich ihn noch kenne. Ich hab Carram gesagt dass ich mir das ganze mal anschaue. Ich mag zwar ein Pirat geworden sein, aber ich mag es nicht wenn jemand meine alte Heimat umkrempelt...


Dann sind wir losgezogen um den kleinen Bettlerjungen zu suchen, den Keras Santiago verprügelt haben soll. Keras Vater war früher Chef der Stadtwache, ich weiß noch gut wie häufig wir ihn geärgert haben, manchmal hatten wir echt Probleme ihm zu entkommen... Gegen Nachmittag habe ich den kleinen Bettler Tian erwischt und auf eine Mahlzeit eingeladen. Als er aber hörte was ich von ihm wissen wollte, versuchte er zu verschwinden, aber wenn ich was bei meinem Alten gelernt habe, dann sind das gute Reflexe. So zog ich nun mit Tian über der Schulter zum Schiff, unterwegs traf ich dann Athyas drei Brüder. Bauten sich vor mir auf und sagten Athya wäre verheiratet und ich solle sie ja in Ruhe lassen, ansonsten würde ich genauso aus sehen wie der Kleine da. Ich glaube fast die drei haben Tian verprügelt und nicht Keras...


Zweite Stunde:

Habe heute Nacht noch meine Mutter in der Wirtsstube besucht, sie fiel fast um als sie mich sah, meinte Andress würde durchdrehen, wenn er mich hier sieht. Den muss es ganz schön mitgenommen haben, dass sein eigener Bruder ihn mit seiner Frau betrogen hat, mich wunderts wahrlich dass ich überhaupt solange bei ihm und Mutter leben durfte... Aber auch Mutter erzählte mir, dass hier irgendwas nicht mit richtigen Dingen von statten geht. Viele der alten Händler sind vom Markt vertrieben worden weil Lejos von ihnen Geld für ihren alten Stammplatz haben wollte, oder weil jemand anderes mehr dafür zahlte. Ich werden diesem Korrupten morgen mal einen Besuch abstatten...


19.aufsteigender Wald


Zwoelfte Stunde:

Dem brauch ich wohl keinen Besuch abstatten. Heute morgen ich war grad an Deck, da tauchte er mit zehn Wachen auf. Wollte Liegegeld kassieren, oder ich solle sofort verschwinden. Hier hat bisher nie ein Schiff Liegegeld bezahlen müssen, ich glaub der ist ganz durchgedreht... Auf jeden Fall war er leicht reizbar, und ich habe ihn immer weiter in seinen Hass reingetrieben bis er mich vor allen Zuschauern, die sich ob unseres Wortduells gesammelt hatten angriff. Wenn ich meine Waffe gezogen hätte wäre er an diesem Morgen gestorben. Aber ich bin nicht in meine Heimat zurück gekommen um Blut zu vergießen. Mein Vater hat auch immer versucht die Beuteschiffe ohne Blutvergießen zu entern. Tian hatte sich inzwischen auch zu Wort gemeldet und verkündet, dass Athyas drei Brüder ihn im Auftrag Lejos verprügelt hätten und Keras ihm nur zu Hilfe gekommen war. Ihm aber wurde bei seinem Leben gedroht er solle Keras anklagen... Dies war nun endgültig zu viel für Lejos und er ging wie eine Furie los auf mich, aber seine eigene Schwertspitze blendete ihn und brach ab, als sie meine Rüstung traf!!!


Vierte Stunde der Nachtwache:

Keras Santiago ist jetzt aus dem Gefängnis frei und wird wohl den Posten des Kommandanten übernehmen, Lejos schmort jetzt an seiner Stelle im Kerker! In einer Kneipe sprach mich ein Kerl ganz in Blau gekleidet an. Er stellte sich als Bluedog vor und wisse von einem kleinen Schiff, das zwei Wochen nord-östlich von hier durchkommen solle, die Ladung: Ein paar Bronzekanonen und Feuerpulver!!! Er wolle, dass diese Ladung nicht ihr Ziel ereiche und ein Fass Feuerpulver, der Rest wäre für mich und meine Mannschaft, wenn ich Interesse hätte. Ich hatte diesen Mann schon heute morgen gesehen. In der Menge fiel die komplett blaue Kleidung auf. Irgendwas mystisches umgibt diesen Typen, und so fragte ich ihn ob er etwas mit der abgebrochenen Klinge zu tun hatte. Eine Klinge bricht nun mal nicht so leicht!!! Aber er erwiderte nur, dass er kein Hexenmeister sei und nichts damit zu tun gehabt hätte... Auf seinen Vorschlag willigte ich ein und bat ihn morgen zu mir aufs Schiff. Die ganze Stadt schien regelrecht aufzuatmen, alle waren fröhlicher, nun, da die Schreckensherrschaft Lejos gebrochen war. Kurios wie alle ihm folgen und taten was er sagte und Angst hatten vor seinen Leuten, aber es bedarf nur einem mit Mut und Ruhe um ihm die Stirn zu bieten, und schon war seine Macht gebrochen...


Riwa aus meiner alten Bande ist inzwischen Schmied hier. Die hat es echt drauf, ein junges Mädel als Schmied, von ihr ließ ich die gebrochene Schwertspitze lochen und trage sie jetzt an einem Band um den Hals.

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