Verschwörung in Al'Anfa: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SDNV
Wechseln zu: Navigation, Suche
 
K (1 Versionen)

Version vom 1. August 2007, 17:26 Uhr

  • Zeitraum: Anfang Praios bis Mitte Praios 1029
  • Protagonisten: Alle

Ereignisse

Oh je! Wo waren wir denn da wieder reingeraten? Sicherlich unser weitreichenstes Abenteuer bisher. Eine Verschwörung in der "Pestbeule" des Südens und wir Mitten drinnen. Aber der Reihe nach!

Nachdem wir einige Wochen in Brabak verbracht hatten kontaktierte mich der örtliche Vogtvikar der Phexkirche, deren welticher Diener ich nun war, und gab mir einen Auftrag. Folgendes war passiert:

Jalif ibn Nazir, ein al'anfanischer Gewürzhändler, war verschwunden. Dies hört sich zunächst nicht so spektakulär an. Allerdings ist er nebenbei auch noch Verbindungsmann gewesen zu einer Flotte von Piraten unter dem berüchtigten Piratenkapitän Zulhamin. Dieser kapperte in der Vergangenheit al'anfansiche Schiffe und verteidigte damit auch die Interessen Brabaks. Allerdings: Kein Kontakt mit Jalif = kein Kontakt zu Zulhamin und dies war natürlich nicht gut für die Interessen Brabaks. Für die Phexkirche war vor allem das Gleichgewicht zwischen der Goldenen Allianz - mit Brabak auf der einen Seite - und der Schwarzen Allianz unter der Flagge Al'Anfas gefährdet. Also sollten wir den Mann finden.

Wir reisten also nach Al'Anfa. Dort hatten wir die Hilfe eines Bürgers Namens Senoda Beratas. Die Familie der Beratas war eine angesehene Fanasfamilie, die in der Vergangenheit sehr viel an Ansehen gewonnen hatte und sogar schon Mitglieder im Rat der Zwölfe gestellt hatte, also auch bei den Granden recht beliebt war. Der Vogtvikar gab uns ein sogenanntes "Hospitium" mit, ein Freundschaftsband zwischen seiner Familie und der Familie der Beratas. Wir hatten also ein Verbündeten in der Stadt, auf den wir uns verlassen konnten.

Wir suchten nach Jalif, fanden ihn aber nicht. Offiziell war er verschwunden, allerdings war er noch nicht für tot erklärt worden und es wurden keine Untersuchungen durchgeführt, was wohl recht merkwürdig war. Wir fanden heraus, dass er wohl Opfer einer Verschwörung geworden war. Keiner von uns kennt sich aber mit solchen Dingen aus und so stocherten wir ziemlich dämlich in der Stadt herum ohne Beweise für diese Verschwörung zu finden. Man muss es wohl Phex zuschreiben, dass wir heil aus der ganzen Geschichte gekommen sind. Im Nachhinein erzählte mir der Vogtvikar die Einzelheiten über die Verschwörung:

Wir wussten, dass folgende Menschen in die Verschwörung verwickelt waren:

  • Shantalla Karinor: Propräfekta Urbana für den Stadtteil Grafenstadt.
  • Pokallos der zwergische Sklavenhändler
  • Rhonda IX Setepen: im Exil lebende Prinzessin des Kemi-Reiches
  • Amato Paligan: Präfectus Ludis
  • ein junger Beamter aus dem Hause Ulfhart, deren Name ich leider vergessen habe

Wir waren auf einem Fest bei Shantalla eingeladen, bei dem die oben erwähnten Leute anwesend waren. Eigentlich wollten wir die Dame des Hauses nur nach den Untersuchungen im Falle Jalif fragen, allerdings reagierten die Anwesenden sehr merkwürdig auf den Namen des Händlers.

Des weiteren hatten wir selber noch herausgefunden, dass Jalif in den Thermen entführt wurde, konnten aber nicht klären von wem. Als ob das nicht schon genug gewesen wäre wurde noch ein weiterer Bürger der Stadt, der ehemlaige Sklave Omar Rastafan, getötet. Dieser galt als der reichste Bürger der Stadt und wir vermuteten, dass die Entführung und der Mord zusammengehörten. Der Vogtvikar des Phextempels erzählte mir später, auch mit der Kenntnis darüber, was in den nächsten Wochen geschah, folgendes:

Der junge Agrippa Paligan führte ein sehr erfolgreichen Krieg gegen das Kemireich. Zudem galt er als überaus beliebt und ergeizig. Der Drahtzieher der Verschwörer, den wir erst am Ende der Geschichte entdecken sollten, fürchtete sich vor diesem jungen Mann und wollte ihn ausgeschaltet sehen. Dazu suchte er sich Leute in der Stadt, die alle ehrgeizig genug waren Risiken einzugehen und auch Macht mitbrachten:

  • Shantalla sollten den Platz der Präfecta Militaris bekommen, ein Sitz der zur Zeit vakant war. Sie sollte der offizielle Kopf der Verschwörung sein. Außerdem hatte sie die Möglicheiten die Entführung untersuchungslos zu lassen
  • Pokallos war der Mann für Grobe. Seine Sklavendiener sollten das übernehmen. Zudem wurden ihm die Sklavenmärkte des Kemireiches angeboten
  • Rhonda war diejenige, die den Hauptverschwörer überhaupt auf die Idee brachte. Sie sollte später ihre Schwester als Königin ablösen und als Marionette Al'Anfas das Land regieren
  • Amato Paligan sollte im Rat der Zwölfe die nötigen Dinge einleiten, falls es zu komplikationen kommen sollte. So schickte er zum Beispiel die Akte Jalif in den Borontempel, damit wir diese nicht sehen konnten. Er selber war daran interessiert seinen Groneffen tot zu sehen, da er füchtete, dass dieser irgendwann ihm den Sitz als Patron der Familie abstreiten könnte
  • Der junge Beamte sollte auf der niedrigsten Ebene Spuren verwischen. Seine Liebe zu Shantalla war ihm Motivation genug. Außerdem wollte man ihn als Sündenbock darstehen lassen, wenn irgend etwas schief laufen würde
  • Der eigentliche Drahtzieher war kein geringerer als Irshan Perval, der Großexecutor des Reiches und weltlicher Vertreter des Patriarchen. Sein Interesse sollte folgendes sein: Er wollte Agrippe aus den Weg haben. Selber aus einem unbedeutenden Haus kommend ist er sich im klaren darüber, wie wichtig Tugenden und Ehrgeiz auf dem Weg nach oben sein können. Er wusste, dass Agrippa irgendwann die Geschicke der Stadt in seine Hand nehmen würde. Also musste er beseitigt werden. Er versammelte die Verschwörer um sich, nahm über Jalif Kontakt zu dem Piraten Zulhamin auf, garatierte ihm, dass er, wenn er die Flotte des Agrippa vernichten würde die Königin Rhonda ehelichen dürfe und somit König über Kemi werden würde. Ein verlockendes Angebot für einen Piraten. Natürlich war dies Hochverrat. Die eigene Flotte vernichten zu lassen hätte auch Irshan den Kopf kosten können. Leider konnten wir ihm dies nicht anhängen. Wir hatten keine Beweise. Ach ja, folgendes gehörte auch dazu:
  • Der Tod des Omar: Wir fanden heraus, das Omar vor 12 Jahren von der Familie Bonareth freigelassen wurde. Er hatte 30 Jahre als oberste Finanzexperte dort gearbeitet und schaffte es in kürzester Zeit sich zum reichsten Mann der Stadt auszuschwingen. Nur mit seinem Wissen, seiner Abfindung und seinen Kontakten. Wir hatten erfahren, dass die großen Grandenfamilien jährliche Verhandlungen mit den Piraten führten über Lösegelder etc. Wir hatten aber nicht herausgefunden, dass Omar diese Verhandlungen führte. Er war also ein guter Freund der Piraten. In Wirklichkeit war er der Kontaktmann zu den Piraten. Um kein Risiko einzugehen lies er Jailf dies übernehmen. Jalif kam als Sklave in die Stadt. Wir wussten, dass er recht schnell die Bürgerrechte bekam. Sich die Bürgerrechte zu erkaufen sollte sehr teuer sein. Man konnte aber auch als freigelassener Sklave diese Rechte bekommen. Hätten wir die Freilassungsakten durchsucht hätten wir zunächst nichts gefunden. Allerdings gibt es außerhalb der Stadt die Aria Paradisa, eine Zuckerwurzplantage der Familie Bonareth. Dort hätten wir die Papiere gefunden. Wir hätten also einen Zusammenhang zwischen der Entführung des Jalif und des Todes des Omars herstellen können und so aus eigener Kraft verhindern können, dass sämtliche Sklaven der beiden (immerhin fast 400!!) umgebracht worden wären. In Al'Anfa ist es Brauch, die Sklaven eines Bürgers zu töten, falls man keinen anderen Mörder findet, als Zeichen an die anderen Sklaven in der Stadt keine Hand anzulegen an ihren Herren. Den Göttern sei Dank wurden die Sklaven auch so nicht getötet, auch wenn wir reichlich wenig damit zu tun hatten.

Die ganze Geschichte endete damit, dass wir zum Rat der Zwölfe gerufen wurden. Als wir dort ankamen waren wir allerdings fast alleine. Keine Ratsmitglieder ware anwesend. Nur Shantalla. Nachdem wir kurz mit ihr geredet hatten offenbarte sich uns Irshan. Er war in guter Stimmung, konnten wir ihn doch nichts nachweisen. Er deutete an, dass die Kontaktaufnahmen zu den Piraten erfolgreich war und sein Plan bald aufgehen würde. Wir versuchten gar nicht erst die weiteren Hindergründe zu hinterfragen. Wir waren froh, dass er keinen Grund hatte uns umbringen zu lassen. Er legte uns aber nahe die Stadt schnell zu verlassen, da wir uns einige Feinde in der Stadt gemacht hatten. Am nächsten Tag verließen wir sie Stadt. Allerdings sollten uns noch ein großartiges Schauspiel gezeigt werden: die Skalven des Omar, die nicht umgebracht wurden, weil es als bewießen galt, dass ein anderer Mörder verantwotlich war, begleiteten uns vom Haus des Beratas bis zum Hafen unter Jubel und Freude. 300 Menschen, die einem zujubeln, das vergießt man nicht so schnell! So hatten wir doch noch eine schöne Erinnerung an diese Stadt, die doch so unterschiedlich und widersprüchlich ist

Meine Werkzeuge